130 Jahre alter deutscher Autoteilehersteller meldet Insolvenz an
Der deutsche Autoteilehersteller Prinz & Co. GmbH Stahlrohre mit 130-jähriger Geschichte hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet. Als Ursachen für die finanzielle Notlage nennt das Unternehmen die allgemeine Flaute in der Autobranche und gestiegene Kosten.

Der deutsche Autoteilehersteller Prinz & Co. GmbH Stahlrohre hat ein vorläufiges Insolvenzverfahren eingeleitet. Das Unternehmen, gegründet 1896 und somit 130 Jahre alt, informierte seine Mitarbeiter am 12. September über die Situation. Ein lokales Gericht eröffnete offiziell das vorläufige Insolvenzprüfungsverfahren am 9. September.
Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Herstellung und Weiterverarbeitung von Präzisionsstahlrohren, die in kritischen Automobilkomponenten wie Sitzgarnituren, Armaturenbretthalterungen, Airbag-Befestigungen und Heckklappendämpfern eingesetzt werden. Laut Unternehmen haben die allgemeine Branchenflaute, explodierende Rohstoff- und Energiepreise sowie hohe Fixkosten zu erheblichem finanziellem Druck geführt. Insbesondere im Sommer verzeichnete das Unternehmen einen drastischen Umsatzrückgang, was zu einer Liquiditätskrise führte.
Das Insolvenzverfahren betrifft in erster Linie den Produktionsstandort in Deutschland, von dem 310 Arbeitsplätze betroffen sind. Die Produktion in dem betroffenen Werk wird jedoch vorerst ununterbrochen fortgesetzt. Die Gehälter der Mitarbeiter sind für die nächsten drei Monate durch die deutsche Insolvenzgeldregelung abgesichert.
Das Hauptziel des Insolvenzverfahrens ist die Sanierung des Unternehmens. Die Geschäftsführung führt derzeit Verhandlungen mit wichtigen Kunden und Lieferantenkettenpartnern. Parallel dazu läuft ein Prozess zur Gewinnung strategischer Investoren.