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Bauwesen

20.000 Schweine nach Großbrand tot: Anwohner fürchten Gestank und Seuchen

Mehr als eine Woche nach einem Großbrand in einer Schweinemastanlage bei Coswig sind die Kadaver von 20.000 Tieren immer noch vor Ort. Anwohner klagen über Verwesungsgestank und sorgen sich vor möglichen Krankheitsausbrüchen.

24. Juli 2026
20.000 Schweine nach Großbrand tot: Anwohner fürchten Gestank und Seuchen

In einer Schweinemastanlage im Ortsteil Düben bei Coswig sind bei einem Großbrand vor über einer Woche rund 20.000 Schweine ums Leben gekommen. Die Kadaver der Tiere befinden sich nach wie vor in der ausgebrannten Anlage. Dies führt bei Anwohnern zu starker Geruchsbelästigung durch Verwesungsgeruch und zu Sorgen vor möglichen Seuchen. Die Behörden haben die Tierkadaver mit Kalk abgedeckt, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch. Das Betreten der Anlage ist den Behörden zufolge noch nicht möglich, da die Bergung der 20.000 Tierkadaver aufwendig ist und mit Spezialtransporten erfolgen muss. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf schätzungsweise neun Millionen Euro.

Laut Angaben des Amtsveterinärs sind größtenteils Ferkel und Läufer verendet. Auch 1.700 Sauen kamen ums Leben, während 1.300 Sauen gerettet werden konnten. Für die Bergung und Entsorgung wird voraussichtlich eine Spezialfirma eingesetzt, da die Kadaver mit Schadstoffen kontaminiert sein könnten.

Die betroffene Schweinemastanlage steht seit Jahren in der Kritik von Umwelt- und Tierschutzorganisationen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte in der Vergangenheit erfolgreich gegen Erweiterungspläne des Betreibers geklagt.

Originalquelle: mdr.de