23M: Neue Compute-Plattform mit KVM und API-First-Architektur
Der IT-Dienstleister 23M hat seine Cloud-Compute-Plattform überarbeitet. Die neue Architektur setzt auf KVM-Virtualisierung und einen API-First-Ansatz, um vorhersagbare Leistung, Automatisierung und transparente Kosten zu gewährleisten.

Der IT-Dienstleister 23M hat seine Cloud-Compute-Plattform grundlegend neu gestaltet und setzt dabei auf KVM-Virtualisierung (Kernel-based Virtual Machine) sowie eine "API-First"-Architektur. Die Neuausrichtung zielt darauf ab, Kunden eine planbare Performance, nahtlose Automatisierung und transparente Kosten zu bieten, die den Anforderungen von Entwicklern und DevOps-Teams im Jahr 2024 entsprechen.
Die Initiative reagiert auf Kundenfeedback und eigene technische Ziele, die eine moderne Infrastruktur definieren: garantierte Leistung, die sich wie Code verhält (Infrastructure as Code) und vollständig über APIs steuerbar ist, sowie klare Ressourcendefinitionen (vCPU, RAM, Storage) zu transparenten Preisen. Die bisherige Plattform war zu komplex geworden, was die Entscheidung für einen Neuanfang auf einem neuen Fundament auslöste. Statt starrer Monatspakete werden nun granulare, greifbare Ressourcen abgerechnet.
Als Kerntechnologie im Compute-Layer setzt 23M auf KVM, den Industriestandard für Virtualisierung im Linux-Kernel. Die Wahl fiel auf KVM aufgrund des minimalen Virtualisierungs-Overheads, der hohen Stabilität und Zuverlässigkeit sowie der Vermeidung von Vendor-Lock-in durch den offenen Standard. Die Orchestrierung der gesamten Plattform übernimmt Apache CloudStack, das 23M an spezifischen Stellen angepasst hat. Ziel ist es, robuste Grundbausteine bereitzustellen, auf denen Kunden eigene Plattformen, bis hin zu Kubernetes-Clustern, betreiben können.
Ein wesentliches Merkmal der neuen Plattform ist die Live-Migration von virtuellen Maschinen zwischen physischen Hosts ohne spürbare Unterbrechung, was Wartungsfenster-bedingte Ausfallzeiten minimiert. Das Netzwerk ist für hohe Leistung ausgelegt, mit einer Anbindung von 50 Gbit/s pro Host-Node und integriertem DDoS-Schutz auf Netzwerkebene. Kunden können ihre Instanzen in privaten Netzen oder mit öffentlichen IPv4- und IPv6-Adressen betreiben.