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Technologie

23M: Neue Compute-Plattform mit KVM und API-First

Der IT-Dienstleister 23M hat seine Cloud-Angebote grundlegend überarbeitet und setzt nun auf eine offene, API-first Compute-Plattform. Der Fokus liegt auf granularen Ressourcen, Vorhersagbarer Leistung und Automatisierung.

29. September 2026
23M: Neue Compute-Plattform mit KVM und API-First

Der IT-Dienstleister 23M hat seine bisherige „Cloud Server“-Plattform grundlegend neugestaltet und zu einer offenen, API-first „Compute“-Plattform umgebaut. Dieser strategische Wandel verabschiedet sich von starren monatlichen Paketen hin zu granularen, messbaren Ressourcen wie vCPU, RAM, Speicher und Netzwerkkapazität.

Als Auslöser für die Überarbeitung nennt das Unternehmen klares Kundenfeedback sowie eigene technische Ziele. Von moderner Infrastruktur erwarten Nutzer vorhersagbare Leistung ohne „noisy neighbors“, nahtlose Automatisierung im Sinne von Infrastructure-as-Code und volle Steuerbarkeit über eine API. Ebenso wichtig sind Transparenz bei den Ressourcen und der Preisgestaltung.

Das Herzstück der neuen Architektur bildet KVM (Kernel-based Virtual Machine), eine quelloffene Virtualisierungstechnologie. Diese wurde aufgrund ihres minimalen Overheads, ihrer hohen Stabilität und der Vermeidung von Vendor-Lock-in gewählt. Die Orchestrierung der Plattform übernimmt Apache CloudStack, das von 23M an kritischen Stellen angepasst wurde. Ziel ist es, robuste Bausteine bereitzustellen, auf denen Kunden eigene Plattformen bis hin zu Kubernetes-Clustern betreiben können.

Die Netzwerkinfrastruktur unterstützt die Live-Migration von virtuellen Maschinen zwischen physischen Hosts ohne spürbare Unterbrechung während Wartungsarbeiten. Jeder Host-Knoten ist mit 50 Gbit/s angebunden und verfügt über einen integrierten DDoS-Schutz. Nutzer können ihre Instanzen in rein privaten Netzwerken betreiben oder mit öffentlichen IPv4- und IPv6-Adressen ausstatten.

Für die Speicherung bietet 23M ein zweistufiges Modell: HA-Storage (High Availability), basierend auf Ceph für die Replikation über mehrere Systeme zur Fehlertoleranz, und eine High-IOPS-Option für performance-kritische Anwendungen wie Datenbanken.

Originalquelle: 23m.com