Abbott entwickelt Kombinationssensor zur Überwachung von Glukose- und Ketonwerten
Abbott arbeitet an einem neuen CGM-System, das durch die gleichzeitige Messung von Ketonen zur Vermeidung von diabetischer Ketoazidose beitragen soll.

Abbott Laboratories entwickelt aktuell ein neues kontinuierliches Glukosemesssystem (CGM), das erstmals die Messung von Ketonen direkt in den Sensor integriert. Ziel dieser Technologie ist es, Patienten bei der Früherkennung einer diabetischen Ketoazidose (DKA) zu unterstützen – einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung, die bei Insulinmangel auftritt.
Die DKA führt häufig zu Notfalleinweisungen und stationären Krankenhausaufenthalten. Laut Dr. Mahmood Kazemi, medizinischer Leiter bei Abbott Diabetes Care, resultieren solche Episoden oft aus einer unzureichenden Insulinzufuhr, sei es durch technische Defekte an Pumpensystemen oder durch ein bewusstes oder erzwungenes Einsparen von Insulin. Statistische Daten zeigen eine signifikante Zunahme der DKA-bedingten Krankenhausbehandlungen in den vergangenen Jahren.
Bisher sind Anwender auf manuelle Teststreifen angewiesen, die meist erst bei bereits einsetzenden Symptomen verwendet werden, wenn die Stoffwechselsituation bereits kritisch ist. Das neue System soll durch die kontinuierliche Messung beider Werte eine proaktive Überwachung ermöglichen.
Durch die technische Innovation strebt das Unternehmen an, das Risiko für schwere DKA-Verläufe zu minimieren. Die Integration beider Analyten in einem einzigen Sensor soll die klinische Überwachung vereinfachen und Patienten eine genauere Kontrolle über ihren Stoffwechselzustand ermöglichen.