Abbott entwickelt Tests für die Früherkennung von HIV
Abbott Laboratories hat neue diagnostische Werkzeuge entwickelt, die HIV bis zu 20 Tage früher als herkömmliche Antikörper-Tests erkennen können. Ziel ist es, Fehldiagnosen und die Ausbreitung von Infektionen zu reduzieren.

Abbott Laboratories verbessert die HIV-Diagnostik mit neu entwickelten Testwerkzeugen. Diese Tests können HIV durch den Nachweis von Antigenen und Antikörpern erkennen, was das Diagnosefenster potenziell um bis zu 20 Tage im Vergleich zu herkömmlichen Antikörper-Only-Tests verkürzt.
Die frühzeitige Erkennung von akuter HIV-Infektion, einer hoch ansteckenden Phase der Krankheit, ist entscheidend, da sie oft unentdeckt bleibt. Schätzungen zufolge erhalten jährlich 5.000 bis 75.000 Patienten eine Fehldiagnose. Darüber hinaus sind sich einer von sieben HIV-infizierten Personen ihres Status nicht bewusst, was zur weiteren Übertragung beiträgt.
Die neuen Tests sollen die Diagnose beschleunigen und medizinischem Fachpersonal entscheidende Informationen für Behandlungspläne liefern. Eine frühzeitige Erkennung der Infektion ermöglicht den rechtzeitigen Beginn einer Behandlung und hilft, weitere Fälle zu verhindern. Abbott betont, dass wissenschaftliche Fortschritte entscheidend sind, um die Herausforderungen schnell mutierender Viren wie HIV zu bewältigen.
Aktuellen Daten zufolge gab es 2016 in den USA fast 40.000 Neudiagnosen von HIV. Die Technologie von Abbott soll die Bemühungen im öffentlichen Gesundheitswesen unterstützen, HIV durch verbesserte Diagnostik und Präventionsstrategien einen Schritt voraus zu sein.