Abbott Laboratories und Exact Sciences wegen Datenschutzverletzung untersucht
Abbott Laboratories und seine Tochtergesellschaft Exact Sciences Corporation werden wegen einer Datenpanne untersucht, von der Patientendaten betroffen sind. Die kriminelle Gruppe ShinyHunters hat die Verantwortung für den Vorfall übernommen.

Die Kanzlei Schubert Jonckheer & Kolbe LLP untersucht einen mutmaßlichen Datendiebstahl, bei dem sensible Informationen von Patienten, die mit Abbott Laboratories und dessen Tochtergesellschaft Exact Sciences Corporation in Verbindung stehen, kompromittiert worden sein sollen. Der Vorfall betrifft zwei bedeutende Unternehmen im Bereich der Gesundheitstechnologie.
Der Vorfall ereignete sich angeblich im Juli 2026, als ein unbefugter Dritter Zugriff auf ältere Krebstherapie-Diagnosesysteme von Exact Sciences erlangte. Die Cyberkriminellen-Gruppe ShinyHunters behauptet, für den Vorfall verantwortlich zu sein und gibt an, Namen, Kontaktinformationen, Geburtsdaten und bis zu eine Million Sozialversicherungsnummern abgezogen zu haben. Weder Abbott noch Exact Sciences haben bisher das Ausmaß der kompromittierten Daten bestätigt.
Die Anwaltskanzlei wies zudem darauf hin, dass weder Abbott noch Exact Sciences damit begonnen haben, die betroffenen Personen zu informieren. Diese Verzögerung könnte gegen bundesstaatliche und föderale Gesetze verstoßen, die eine rechtzeitige Offenlegung von Datenschutzverletzungen vorschreiben.
Personen, deren persönliche Daten möglicherweise durch die Datenpanne kompromittiert wurden, sind potenziellen Risiken wie Identitätsdiebstahl und anderen schwerwiegenden Datenschutzverletzungen ausgesetzt. Die Kanzlei deutet an, dass betroffene Parteien Anspruch auf Schadensersatz haben und auf verbesserte Cybersicherheitspraktiken der Unternehmen klagen könnten.