ABDA empfiehlt Apothekenberatung bei Hitze
Der Deutsche Apothekerverband (ABDA) rät Patienten, sich vor der nächsten Hitzewelle in ihrer Apotheke beraten zu lassen. Hohe Temperaturen können die Medikamententherapie beeinflussen.

Angesichts der bevorstehenden Hitzewelle empfiehlt der Deutsche Apothekerverband (ABDA) dringend, die Beratung in der örtlichen Apotheke in Anspruch zu nehmen. Vor allem Patienten, die dauerhaft Medikamente einnehmen müssen, sollten klären, ob Anpassungen der Dosierung oder besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich sind.
Die Sommerhitze kann insbesondere die Wirkung von Arzneimitteln in Form von Pflastern beeinflussen. Die im Pflaster enthaltenen Wirkstoffe werden über die Haut in den Blutkreislauf aufgenommen. Bei Hitze wird die Haut besser durchblutet, was zu einer erhöhten Wirkstoffaufnahme führen kann. Dies birgt die Gefahr einer unbeabsichtigten Überdosierung, die beispielsweise den Atemreflex beeinträchtigen und lebensbedrohlich sein kann. Stephanie Tiede, Vorstandsmitglied der ABDA, rät dringend davon ab, eigenmächtig Änderungen an der Dosierung vorzunehmen, und empfiehlt stattdessen das Gespräch mit dem Apotheker oder der Apothekerin.
Darüber hinaus kann starke Hitze und die damit einhergehende vermehrte Schweiß- und Wasserabgabe Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten, wie blutdrucksenkenden Mitteln und Diuretika, hervorrufen. Ein Flüssigkeitsverlust des Körpers kann sich durch Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen bemerkbar machen. In solchen Fällen kann eine zeitweise Anpassung der Medikamentendosis notwendig sein. Die ABDA empfiehlt Betroffenen, das Körpergewicht täglich zu kontrollieren, um den Flüssigkeitshaushalt im Blick zu behalten, und auf eine ausreichende Zufuhr von Elektrolyten zu achten.
Für immobile oder hitzeempfindliche Personen bieten viele Apotheken auch einen Botendienst an, um die Versorgung mit notwendigen Arzneimitteln sicherzustellen. Der Transport erfolgt dabei unter Einhaltung der vorgeschriebenen Kühlketten und Temperaturbereiche, um die Qualität der Medikamente zu gewährleisten.