ABDA: KI als unterstützendes Werkzeug, aber kein Ersatz für pharmazeutische Kompetenz
Der Apothekerverband ABDA betont, dass Künstliche Intelligenz in Apotheken zwar administrative Prozesse erleichtern kann, die klinische Verantwortung jedoch zwingend bei den Fachkräften verbleiben muss.

Die Apothekerschaft steht der Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) offen gegenüber, grenzt jedoch die Einsatzbereiche klar von der heilberuflichen Verantwortung ab. Dr. Jan-Niklas Francke, Vorstandsmitglied des Deutschen Apothekerverbandes (DAV), unterstreicht in einem Beitrag für das BFB-Magazin, dass KI lediglich als Unterstützung fungieren darf, keinesfalls als entscheidende Instanz.
Francke unterscheidet hierbei zwischen der passiven Nutzung für Routineaufgaben im Backoffice und der aktiven Nutzung zur Patientenberatung. Während KI-Systeme in der Lage seien, große Datenmengen zu analysieren oder Standardinformationen abzufragen, bleibe die Qualität der Ergebnisse stark von der Eingabequalität abhängig. Die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen und die notwendige Verantwortung für eine therapeutische Entscheidung zu übernehmen, bleibe exklusiv den Apothekerinnen und Apothekern vorbehalten.
Die Position der Interessenvertretung verdeutlicht, dass technologische Fortschritte die Effizienz steigern können, das berufliche Urteilsvermögen zur Sicherstellung der Patientenversorgung jedoch durch kein Sprachmodell ersetzt werden kann. Die menschliche Expertise bildet somit weiterhin das Rückgrat der pharmazeutischen Beratung.