ABN AMRO: Anstieg gefälschter Onlineshops erschwert Sicherheit im E-Commerce
Sieben von zehn niederländischen Verbrauchern fällt es zunehmend schwer, betrügerische Onlineshops von seriösen Anbietern zu unterscheiden.

Eine aktuelle Umfrage der ABN AMRO zeigt, dass die Identifizierung von Online-Betrug für Verbraucher in den Niederlanden zu einer wachsenden Herausforderung wird. 70 Prozent der Befragten geben an, dass sie gefälschte Onlineshops kaum noch von legitimen Einzelhändlern unterscheiden können. Trotz dieser Skepsis gab ein Viertel der Teilnehmer an, im vergangenen Jahr bei Anbietern bestellt zu haben, denen sie nicht voll vertrauten.
Die im Oktober 2026 durchgeführte Befragung von 1 079 Erwachsenen verdeutlicht, dass insbesondere unter 30-Jährige zu risikoreichem Verhalten neigen. Zeitdruck und die Priorisierung günstiger Preise führen in dieser Altersgruppe häufig dazu, dass notwendige Sicherheitsprüfungen vor dem Kauf vernachlässigt werden. Kriminelle setzen zunehmend auf KI-Technologien, um täuschend echte Webseiten zu erstellen, die bekannte Marken imitieren und sogar in Suchmaschinen hoch platziert werden.
ABN AMRO warnt angesichts der bevorstehenden Black-Friday-Saison vor einer Zunahme solcher Betrugsversuche. Die Bank empfiehlt, Webseiten-Links vor der Zahlungsabwicklung durch spezialisierte Dienste wie Checkjelinkje zu prüfen, die ihre Analyseparameter in den letzten zwei Jahren deutlich ausgeweitet haben. Ein besonders kritischer Indikator bleibe laut Experten das Preis-Leistungs-Verhältnis: Wenn Angebote unrealistisch erscheinen, sei das ein wesentliches Warnsignal.
Die Sicherheitslage erfordert laut Bank eine verstärkte Sensibilisierung der Konsumenten. Da optische Erkennungsmerkmale für Betrüger leicht zu imitieren sind, raten Fachleute dazu, bei Zweifeln auf den Kauf zu verzichten, anstatt Sicherheitsrisiken in Kauf zu nehmen.