📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Bauwesen

ADAC rüstet Fahrzeuge unter strengen Kriterien zu Pannenhilfs-Werkstätten um

Der ADAC rüstet jährlich rund 220 Fahrzeuge in seinen Spezialwerkstätten zu Pannenhilfsautos um. Jedes Fahrzeug muss ein strenges Zulassungsverfahren inklusive Sicherheitstests durchlaufen.

26. Juni 2026
ADAC rüstet Fahrzeuge unter strengen Kriterien zu Pannenhilfs-Werkstätten um

Der ADAC rüstet herkömmliche PKW für seinen Pannendienst zu mobilen Werkstätten um. Jedes Einsatzfahrzeug benötigt zusätzliche Ausrüstung von rund 500 Kilogramm.

Rudolf Hofmann, Leiter der ADAC-Ausrüstwerkstatt für die Straßenwacht, erklärt, dass jährlich etwa 220 Fahrzeuge im ADAC-Technikzentrum in Landsberg umgebaut werden. Bundesweit ist der ADAC mit einer Flotte von rund 1700 Straßenwachtfahrzeugen unterwegs, die von nahezu ebenso vielen Fahrern bedient werden. Bevor die Fahrzeuge als "Gelbe Engel" auf die Straße dürfen, müssen sie eine Reihe von Anforderungen erfüllen.

Der Auswahlprozess für diese Fahrzeuge erstreckt sich über mehrere Monate. Hofmann übergibt potenziellen Fahrzeugherstellern ein dreizehnseitiges Lastenheft, das Kriterien wie Zuladungskapazität, Ladekantenhöhe und elektrische Systeme festlegt. Ebenso entscheidend ist die Rundumsicht, die für Aufgaben wie das Abschleppen unerlässlich ist. Die Sitze müssen hohen Standards hinsichtlich Komfort und Ergonomie genügen, da die Fahrer einen erheblichen Teil ihres Arbeitstages im Fahrzeug verbringen.

Nach der Ankunft im Werk Landsberg werden geeignete Fahrzeugmodelle weitgehend demontiert. Anschließend erfolgt der Umbau mit einem elektrischen System und weiterer Ausrüstung, die auf die Spezifikationen des ADAC zugeschnitten ist. Die Fahrzeughöhe, einschließlich der montierten gelben Warnleuchte, wird auf unter zwei Meter begrenzt, um die Durchfahrt in Parkhäusern zu ermöglichen.

Nachdem die ersten Auswahlstufen bestanden wurden, durchläuft jedes Fahrzeug einen Crashtest nach europäischen EuroNCAP-Standards. Dieser Test stellt sicher, dass die installierte Ausrüstung sicher befestigt ist und bei einem Unfall keine Gefahr darstellt. Insbesondere wird überprüft, ob eine Trennwand verhindert, dass lose Teile zu Geschossen werden oder den Fahrer verletzen, und ob das Fahrzeug selbst den Aufprall übersteht. Nur Fahrzeugtypen, die als sicher und geeignet eingestuft werden, kommen in die endgültige Umbauphase.

Originalquelle: adac.de