ADAC warnt vor Sicherheitsmängeln bei Kindersitzen im Frühjahrstest 2026
Im aktuellen ADAC-Kindersitztest 2026 fielen acht Modelle durch, da sie im Crashtest erhebliche Sicherheitsrisiken aufwiesen.
Der ADAC warnt vor acht Kindersitzmodellen, die in den aktuellen Crashtests für das Frühjahr 2026 aufgrund gravierender Sicherheitsmängel durchgefallen sind. Bei den untersuchten Sitzen löste sich die Sitzschale bei schweren Unfällen von der Unterkonstruktion, was ein hohes Verletzungsrisiko für mitfahrende Kinder bedeutet.
Ein Großteil der betroffenen Sitze stammt aus dem Bereich der sogenannten „White-Label-Produkte“. Dabei handelt es sich um technisch identische Kindersitze, die unter verschiedenen Handelsnamen wie Ding Aiden 360, Kidiz 360 oder Lettas i-Size 360 vertrieben werden. Diese Produkte, die oft über Online-Plattformen bezogen werden, täuschen durch unterschiedliche Markennamen eine Vielfalt vor, die bei der Konstruktion nicht vorhanden ist. Kunden können vor dem Kauf kaum erkennen, dass es sich um baugleiche und potenziell gefährliche Modelle handelt.
Neben diesen Produkten ist auch der Kinderkraft Mink Pro 2 in Kombination mit der Basis Mink FX2 von den Mängeln betroffen, was den Hersteller zu einem Produktrückruf veranlasste. Der ADAC weist darauf hin, dass Online-Kundenbewertungen in diesem Kontext irreführend sein können, da sie keine Aussage über die Belastbarkeit im Ernstfall zulassen.
Der ADAC empfiehlt dringend, vom Kauf solcher Produkte abzusehen und betroffene Sitze nicht weiter zu verwenden. Verbraucher sollten bei der Wahl eines Kindersitzes auf unabhängig geprüfte Testergebnisse achten.