ADAC warnt vor anhaltender Gefahr durch Takata-Airbags
Der Automobilclub ADAC weist erneut auf die anhaltenden Sicherheitsrisiken durch Takata-Airbags hin. Zahlreiche Hersteller mussten Fahrzeuge wegen der fehlerhaften Sicherheitstechnik zurückrufen.
Der ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobil-Club) lenkt die Aufmerksamkeit erneut auf die fortbestehenden Gefahren, die von Takata-Airbags ausgehen. Das seit vielen Jahren bekannte Problem betrifft eine breite Palette von Automarken und hat weltweit zu umfangreichen Rückrufaktionen geführt.
Die Ursache der Probleme mit Takata-Airbags liegt in einem ungeeigneten Treibmittel, das offenbar aus Kostengründen eingesetzt wurde. Dieses Treibmittel kann unter feucht-warmen klimatischen Bedingungen ohne ersichtlichen Grund explodieren. Bei einer regulären Auslösung, etwa nach einem Unfall, kann es zu einer übermäßig starken Entfaltung kommen, bei der Metallteile in den Fahrgastraum geschleudert werden. Dies kann zu schweren bis tödlichen Verletzungen führen.
Aktuell musste Škoda rund 13.500 Fahrzeuge in Deutschland zurückrufen. Betroffen sind die Modelle Citigo, Fabia, Octavia, Rapid, Superb und Yeti aus dem Produktionszeitraum April 2014 bis Juni 2016. Der Rückruf trägt die KBA-Referenznummer 15342R und den Herstellercode 69PB.
Auch Mercedes hat eine vorsorgliche Rückrufaktion gestartet. Weltweit wurden im August 2025 200.000 Transporter der Baujahre 2002 bis 2006 zurückgerufen, davon etwa 60.000 in Deutschland. Der Grund ist nicht ein ursprünglicher Herstellungsfehler, sondern die Möglichkeit, dass bei Reparaturen unwissentlich defekte Airbags eingebaut worden sein könnten.
In Frankreich wurde bereits ein Fahrverbot für Hunderttausende Fahrzeuge verhängt, nachdem ein defekter Takata-Airbag zu einem tödlichen Unfall geführt hatte. Rund 9.000 in Deutschland zugelassene Opel-Fahrzeuge waren ebenfalls von Rückrufen und möglichen Fahrverboten betroffen, falls sie re-importiert wurden. Der Stellantis-Konzern hat angekündigt, einen gestaffelten Rückrufansatz zu verfolgen, der auf Feldtests und technischen Analysen basiert und das Alterungsverhalten der chemischen Komponenten berücksichtigt.