ADAC warnt vor Betrugsmaschen auf dem Online-Gebrauchtwagenmarkt
Der ADAC schlägt Alarm: Kriminelle nutzen den boomenden Online-Handel mit Gebrauchtwagen für betrügerische Zwecke aus. Mit täuschend echten Fälschungen von Webseiten und Angeboten werden Käufer zur Zahlung von nicht existierenden Fahrzeugen verleitet.
Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) warnt aktuell vor einer zunehmenden Betrugsmasche im Online-Handel mit Gebrauchtwagen. Kriminelle erstellen professionell wirkende gefälschte Webseiten und Lockangebote, um Verbraucher zur Vorkasse für nicht existierende Fahrzeuge zu bewegen.
Marken wie Audi und Volkswagen haben bereits offizielle Warnungen herausgegeben. Die Betrüger geben sich als seriöse Händler aus und versenden gefälschte E-Mails mit verlockenden Angeboten für Gebrauchtwagen zu Niedrigpreisen. Diese Angebote werden auf gefälschten Internetseiten präsentiert, die von den echten Seiten kaum zu unterscheiden sind. Nutzer werden aufgefordert, Anzahlungen oder den vollen Kaufpreis zu überweisen.
Auch Mercedes-Benz hatte bereits im April vor ähnlichen Machenschaften gewarnt. Die Täter versenden gefälschte Kaufverträge, Rechnungen und Kataloge, die den Eindruck erwecken sollen, von offiziellen Mercedes-Händlern zu stammen. Es gibt bereits erste bestätigte Betrugsfälle, die zur Anzeige bei der Polizei gebracht wurden.
Verbraucherschutzorganisationen melden eine steigende Zahl an gefälschten Online-Shops. Allein im vergangenen Jahr wurden monatlich rund 1600 neue Fake-Shops identifiziert. Der ADAC rät zu gesunder Skepsis bei unglaublich günstigen Angeboten und empfiehlt, auf Bezahlmethoden zu setzen, bei denen die Ware erst nach Erhalt geprüft und bezahlt werden kann.
Zur Überprüfung von Online-Shops empfiehlt der ADAC die Nutzung von Tools wie dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen. Wer Opfer eines solchen Betrugs geworden ist, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten.