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Gesundheit

ADHD-Forschung sieht Zusammenhang mit innerer Uhr

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Schlaf- und zirkadiane Rhythmusstörungen integraler Bestandteil von ADHS sein könnten, nicht nur Folgen. Dies könnte das Verständnis und die Diagnose der Störung verändern.

12. Oktober 2026
ADHD-Forschung sieht Zusammenhang mit innerer Uhr

Wissenschaftler untersuchen eine neue Theorie, die darauf hindeutet, dass Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) mit Unregelmäßigkeiten in der inneren Uhr des Körpers zusammenhängen könnte. Insbesondere werden Störungen des zirkadianen Rhythmus als potenzieller Bestandteil von ADHS selbst betrachtet, nicht nur als Folge.

Eine in Frontiers in Psychiatry veröffentlichte Übersichtsstudie ergab, dass Insomnie und andere Schlafstörungen bis zu 80 Prozent der Erwachsenen mit ADHS und bis zu 82 Prozent der Kinder mit der Störung betreffen. Die Forscher argumentieren jedoch nicht, dass ADHS als Schlafstörung neu klassifiziert werden sollte.

Stattdessen vertreten sie die Ansicht, dass Probleme mit der inneren Uhr des Körpers bei ADHS-Patienten so weit verbreitet sind, dass sie von Forschern und Klinikern genauer untersucht werden müssen. Die Übersichtsarbeit untersuchte zahlreiche Studien zu biologischen Markern, die mit den täglichen Rhythmen des Körpers verbunden sind.

Die angeführten Beweise beinhalten Erkenntnisse, dass die Melatoninproduktion und die Cortisolzyklen bei Personen mit ADHS oft verzögert sind. Die Autoren empfehlen, dass Kliniker bei der Beurteilung von Patienten mit ADHS verstärkt auf Schlaf- und zirkadiane Rhythmusstörungen achten sollten.

Originalquelle: inc.com