Indische Werbeaufsicht kritisiert 60 Nahrungsergänzungsmittel-Anzeigen
Der Advertising Standards Council of India beanstandet 60 Anzeigen für Nahrungsergänzungsmittel, da diese ohne Belege mit Gewichtsverlust und Hautverjüngung warben.

Der Advertising Standards Council of India (ASCI) hat bei einer Prüfung zwischen Juli und September 60 Werbeanzeigen für Nahrungsergänzungsmittel als regelwidrig eingestuft. Die beanstandeten Kampagnen bewarben Produkte zur Gewichtsreduktion, Anti-Aging-Wirkung und Entgiftung, ohne die versprochenen Effekte wissenschaftlich für die jeweiligen Endprodukte nachweisen zu können.
Laut dem ASCI-Bericht "A Pill for Thought" stützten sich die Hersteller zumeist auf isolierte Studien zu einzelnen Inhaltsstoffen, anstatt die Wirksamkeit der tatsächlichen Rezeptur zu belegen. Als die Organisation die Unternehmen zur Stellungnahme aufforderte, konnte kein einziger der 31 widersprechenden Anbieter die Werbeaussagen mit belastbaren Daten untermauern; andere Unternehmen zogen ihre Anzeigen umgehend zurück.
Da der ASCI als Selbstregulierungsorgan fungiert, kann er keine Geldstrafen verhängen. Die Organisation arbeitet jedoch mit staatlichen Behörden wie der FSSAI und der CCPA zusammen, die befugt sind, irreführende Werbung zu untersagen und Bußgelder zu verhängen. Ob die betroffenen Firmen mit behördlichen Sanktionen rechnen müssen, blieb in dem Bericht offen.