Afghansicher Journalist flieht vor Taliban und beginnt neues Leben in Deutschland
Der 23-jährige Morteza Samadi, ehemaliger Reporter und Fotojournalist aus Afghanistan, hat mit Unterstützung der Johanniter Unfall Hilfe ein neues Leben in Deutschland begonnen, nachdem er der Verfolgung durch die Taliban entkommen war.

Morteza Samadi, 23, hat nach seiner Flucht vor den Taliban und mutmaßlicher Folter ein neues Leben in Deutschland begonnen. Samadi war als Reporter und Fotojournalist in Afghanistan tätig, bis er über Frauenproteste in Herat berichtete und daraufhin verhaftet wurde. Er schildert, Opfer von Waterboarding und tagelanger Isolationshaft geworden zu sein.
Nach seiner Freilassung versteckte sich Samadi und erhielt Unterstützung von Organisationen wie Reporter ohne Grenzen und Journalists for Human Rights, um mit seiner Familie nach Pakistan zu fliehen. Dort wartete die Familie ein Jahr auf die Prüfung ihrer Asylanträge in Deutschland und Kanada.
Im August 2022 kam Samadi mit seiner Familie in Deutschland an und lebt nun in einer Einrichtung der Johanniter in Einsiedel. Er äußerte seine Freude über die Sicherheit, vermisse aber sein Heimatland und seine frühere Arbeit und möchte in Deutschland einen Neuanfang wagen.
Samadi lernt derzeit intensiv Deutsch und hofft, eine Anstellung als Journalist und Fotograf zu finden. Seine Geschichte steht beispielhaft für die Situation verfolgter Medienschaffender und die Hilfe, die humanitäre Organisationen leisten.