Handelspotenzial zwischen Afrika und der Karibik könnte bis 2030 auf 1,65 Mrd. Dollar steigen
Ein Bericht des ITC und der Afreximbank zeigt, dass ein Großteil des afrikanischen Exportpotenzials in die Karibik ungenutzt ist, und fordert gezielte Investitionen in Logistik und Handel.
Der jährliche Handel zwischen Afrika und der Karibik könnte bis zum Jahr 2030 ein Volumen von 1,65 Milliarden US-Dollar erreichen, sofern die bestehenden Handelsbeziehungen gezielt ausgebaut werden. Dies geht aus einem Bericht des International Trade Centre (ITC) und der African Export-Import Bank (Afreximbank) hervor, der anlässlich des Commonwealth-Gipfels in Antigua und Barbuda vorgestellt wurde.
Laut dem Bericht sind derzeit etwa 80 Prozent des afrikanischen Exportpotenzials für Waren in die Karibik ungenutzt. Auf der Gegenseite identifiziert die Untersuchung für die Karibik vor allem im Dienstleistungssektor Chancen im Wert von 481 Millionen US-Dollar. Zu den Schlüsselsektoren gehören die verarbeitende Industrie, Textilien, Metallverarbeitung sowie der Tourismus.
Als größte Hindernisse für den Handel werden hohe Transportkosten, fehlende Direktverbindungen und ein erschwerter Zugang zu Finanzmitteln genannt. Laut den Analysten müssen diese strukturellen Defizite durch eine verbesserte Marktzugangsregelung und stärkere logistische Vernetzung beseitigt werden.
Die Afreximbank unterstützt diesen Prozess bereits durch ihre Niederlassung auf Barbados und spezifische Finanzierungsinstrumente. Der Bericht plädiert dafür, die wirtschaftliche Zusammenarbeit über den traditionellen Warenverkehr hinaus auf digitale Dienstleistungen und kreative Industrien auszuweiten, um eine nachhaltige wirtschaftliche Integration zu fördern.