Afrikanische Länder bereiten sich auf Einführung neuer TB-Impfstoffe vor
Kenia, Malawi und Sambia stehen an der Spitze der Vorbereitungen für die Einführung neuer Tuberkulose-Impfstoffe. Die Länder nahmen an einem von der WHO organisierten Workshop teil, um die zukünftige Impfung von Erwachsenen und Jugendlichen zu planen.

Gesundheitsbeamte aus Kenia, Malawi und Sambia trafen sich vom 3. bis 5. Juni in Nairobi, Kenia, mit über 80 Interessengruppen im Bereich Tuberkulose-Impfstoffe. Der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veranstaltete Workshop zielte darauf ab, diese Nationen auf die potenzielle Einführung neuartiger TB-Impfstoffe vorzubereiten.
Die drei Länder gehören zu den globalen Vorreitern bei der Bereitschaft für neue TB-Impfstoffe, die die Bemühungen zur Bekämpfung dieser Infektionskrankheit maßgeblich verändern könnten. Eine Zulassung eines Impfstoffs ist frühestens 2029 möglich, abhängig von den Ergebnissen klinischer Studien. Die WHO schätzt, dass ein 50% wirksamer Impfstoff über 25 Jahre bis zu 76 Millionen neue TB-Fälle und 8,5 Millionen Todesfälle verhindern könnte.
"Tuberkulose bleibt eine erhebliche Herausforderung in Afrika mit etwa 2,5 Millionen Erkrankten und über 400.000 Todesfällen pro Jahr", sagte Dr. Neema Rusibamayila Kimambo, WHO-Vertreterin für Kenia. "Kenia ist stolz darauf, an späten klinischen Studien für neue TB-Impfstoffe für Erwachsene und Jugendliche teilzunehmen und wird eines der ersten Länder in der Region sein, das diese einführt."
Der Workshop umfasste Aktualisierungen zu fortgeschrittenen TB-Impfstoffstudien und bot Diskussionsrunden zu vorrangigen Bevölkerungsgruppen, Verabreichungsstrategien und den für die Länderakzeptanz erforderlichen Nachweisen. Erkenntnisse aus der Einführung von Impfstoffen gegen COVID-19 und Malaria wurden zur Information der Planung geteilt. Auf dem Treffen wurden vorrangige Maßnahmen zur Stärkung der Bereitschaft der Länder identifiziert und maßgeschneiderte Umsetzungspläne entwickelt.