Afrikas Tech-Startups: Weniger Finanzierung für weibliche Gründerinnen
Laut einem neuen Bericht von Disrupt Africa ist die Finanzierung für afrikanische Tech-Startups mit Gründerinnen zwischen 2024 und 2026 deutlich zurückgegangen.

Afrikanische Tech-Startups, die von Frauen gegründet oder geführt werden, verzeichnen seit einigen Jahren einen besorgniserregenden Rückgang der Finanzierung. Dies geht aus der dritten Ausgabe des Berichts „Diversity Dividend: Exploring Gender Equality in the African Tech Ecosystem“ von Disrupt Africa hervor.
Der Bericht, der in Zusammenarbeit mit Madica, Thinkroom und Jumpstarter Crowdfunding erstellt wurde, analysiert die Geschlechtervielfalt in der afrikanischen Startup- und Risikokapitalbranche. Im Jahr 2021 hatten 21,5 % der finanzierten Startups eine Mitgründerin und 11,7 % wurden von einer weiblichen CEO geleitet. Obwohl es 2023 einen leichten Anstieg gab (26,3 % der Unternehmen mit einer Frau im Gründerteam, 15,3 % von einer weiblichen CEO geführt), zeigen die Folgejahre einen Abwärtstrend.
Im Jahr 2024 sank der Anteil der finanzierten Startups mit einer Mitgründerin auf 18,5 % und der Anteil der von weiblichen CEOs geführten Unternehmen auf 12,5 %. Dieser Trend setzte sich 2025 fort, als nur 16,9 % der finanzierten Unternehmen eine Frau im Gründerteam hatten und 9,6 % von einer weiblichen CEO geführt wurden. Erste Daten für 2026 deuten auf einen weiteren Rückgang hin, wobei weibliche CEOs bisher nur 8,3 % der finanzierten Startups leiten.
Ähnliche Rückgänge sind beim Anteil der eingenommenen Kapitalmenge zu verzeichnen. Unternehmen mit Gründerinnen erhielten 2021 11,8 % der Gesamtfinanzierung, während von weiblichen CEOs geführte Unternehmen 7,9 % erreichten. Bis 2024 waren diese Zahlen auf 7,1 % bzw. 5,4 % gesunken. Obwohl 2025 eine Erholung auf 12,8 % für mitgegründete Unternehmen und 7,9 % für von Frauen geführte zu verzeichnen war, deuten vorläufige Daten für 2026 auf eine weitere Reduzierung auf 7,1 % für Mitgründerinnen und drastische 2,8 % für von Frauen geführte Unternehmen hin.
Der Bericht kombiniert quantitative Daten zur Gründerrepräsentation und Finanzierung mit qualitativen Einblicken aus Interviews mit Gründerinnen und Investoren. Disrupt Africa veröffentlicht diese Analyse regelmäßig, um den Stand der Geschlechtergleichstellung im afrikanischen Technologiesektor zu verfolgen.