Agilent stellt neue Methode zur Oligonukleotid-Reinigung mittels HPLC/MS vor
Agilent Technologies hat eine neue, kosteneffiziente präparative HPLC/MS-Methode zur schnellen und selektiven Reinigung synthetischer Oligonukleotide vorgestellt. Die Methode reduziert den Bedarf an teuren Reagenzien für die skalierbare Produktion.

Agilent Technologies hat eine neue Methode zur Reinigung synthetischer Oligonukleotide (ONs) mittels präparativer Hochleistungsflüssigkeitschromatographie mit Massenspektrometrie (HPLC/MS) entwickelt.
Ziel der Methode ist es, den Reinigungsprozess von Oligonukleotiden, die in der Lebenswissenschaft und Diagnostik eine zentrale Rolle spielen, zu beschleunigen und zu verbessern. Frühere Techniken wie die Ionnenpaar-Umkehrphasen-HPLC (IP-RP HPLC) waren zwar effektiv, erforderten jedoch bei der Hochskalierung für die Produktion große Mengen teurer Reagenzien wie Hexafluoroisopropanol (HFIP), was die Kosteneffizienz limitierte.
Der neue Ansatz von Agilent verwendet Dibutylamin (DBA) als Ionenpaar-Reagenz und Tris(hydroxymethyl)aminomethan (TRIS) als Puffer. DBA hat sich bei kurzen Oligonukleotiden als auflösungsstärker erwiesen, und TRIS ersetzt das kostspielige HFIP. Dies ermöglicht die kostengünstigere Reinigung größerer Chargen.
Der Prozess nutzt das Agilent 1290 Infinity II Autoscale Preparative LC/MSD-System. Die Reinigung der Oligonukleotide erfolgt mithilfe einer automatisierten Software, die Gradienten optimiert und Fraktionen basierend auf Massenspektrometriedaten sammelt. Neu-Analysen der gesammelten Fraktionen bestätigen, dass die gereinigten Oligonukleotide typischerweise eine Reinheit von über 99 % erreichen.
Das Unternehmen präsentierte diese Ergebnisse in einem Poster, das die Fähigkeit der Methode zur schnellen und selektiven Produktion hochwertiger Oligonukleotide beschreibt und deren breitere Anwendung in Forschung und Diagnostik erleichtert.