Agilent-System charakterisiert Antikoagulans Nadroparin
Agilent Technologies stellt eine neue Methode zur Charakterisierung des Antikoagulans Nadroparin vor, einem niedermolekularen Heparin (LMWH). Das System kombiniert zweidimensionale Flüssigkeitschromatographie mit hochauflösender Massenspektrometrie.

Agilent Technologies, Inc. hat ein neues analytisches Verfahren zur umfassenden strukturellen Charakterisierung des Antikoagulans Nadroparin vorgestellt. Der Ansatz nutzt das Agilent 1290 Infinity II Bio 2D-LC-System in Verbindung mit dem Agilent 6546 LC/Q-TOF Massenspektrometer.
Die Methode ist darauf ausgelegt, niedermolekulare Heparine (LMWH) zu charakterisieren, welche komplexe Biomoleküle sind und häufig als Antikoagulanzien eingesetzt werden. Die zweidimensionale Flüssigkeitschromatographie trennt zunächst verschiedene Polymerisationsgrade (DPs) mittels Größenausschlusschromatographie in der ersten Dimension, gefolgt von einer Ionenpaar-Chromatographie zur Auflösung unterschiedlicher Oligosaccharidzusammensetzungen mit gleichem DP in der zweiten Dimension.
Die hochauflösende Massenspektrometrie ermöglicht die Auflösung von Isotopenmustern und erlaubt die Identifizierung von bis zu 28 verschiedenen Oligosaccharidzusammensetzungen in Nadroparin. Diese Detailtiefe verdeutlicht die strukturelle Vielfalt von LMWHs und unterstreicht die Notwendigkeit fortschrittlicher Analysetechniken.
Der entwickelte analytische Workflow zielt darauf ab, die Qualität und Sicherheit von Medikamenten zu gewährleisten. Er berücksichtigt die strukturellen Variationen, die LMWHs aufgrund unterschiedlicher Herstellungsverfahren aufweisen. Diese präzise Charakterisierung ist entscheidend für die Qualitätskontrolle in der pharmazeutischen Industrie, einschließlich der Überprüfung der Äquivalenz von generischen Nadroparin-Produkten.