Agility Robotics geht an die Börse inmitten der Debatte um humanoide Roboter
Der Roboterentwickler Agility Robotics ist an die Nasdaq gegangen. Das Unternehmen steht vor der Herausforderung, die wirtschaftliche Rentabilität seiner humanoiden Technologie zu beweisen.

Das in Oregon ansässige Unternehmen Agility Robotics hat am 5. November sein Debüt an der Nasdaq gefeiert und ist damit der erste auf humanoide Roboter spezialisierte Entwickler, der an einer US-Börse gelistet ist. Das Unternehmen muss nun den Beweis antreten, dass seine zweibeinigen Roboter in Lagerhallen zuverlässig operieren können – einem Markt, der bisher von stationärer Industrietechnik dominiert wird.
In den Unterlagen zur Börsennotierung räumt das Unternehmen ein, dass der Markt für humanoide Roboter noch nicht bewiesen ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Industrierobotern gibt es für diese Technologie noch keine langjährige Erfolgsbilanz bei der Skalierung. Das Unternehmen steht nun unter dem Druck, die technische Zuverlässigkeit seiner Hardware unter realen Bedingungen nachzuweisen.
Das Geschäftsmodell stützt sich primär auf das 'Robotics-as-a-Service'-Prinzip. Mitgründer Jonathan Hurst betont, dass dieses Modell das Risiko für Kunden minimiert, da die Kosten direkt mit den Sätzen für menschliche Arbeitskräfte vergleichbar seien. Der wirtschaftliche Erfolg wird davon abhängen, ob das Unternehmen die Betriebskosten niedrig halten und die Ausfallzeiten in industriellen Umgebungen minimieren kann.