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Wissenschaft

Landwirtschaft als Netzstabilisator

Ein Forschungsprojekt untersucht, wie landwirtschaftliche Betriebe durch intelligentes Energiemanagement das Stromnetz stabilisieren und Stromengpässe vermeiden können. Die DBU fördert das Vorhaben.

17. Oktober 2026
Landwirtschaft als Netzstabilisator

Landwirtschaftliche Betriebe können zukünftig eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des deutschen Stromnetzes spielen. Ein gemeinsames Projekt der Hochschule Osnabrück und der Technischen Universität Braunschweig erforscht, wie Energiesysteme auf Bauernhöfen in das Netzmanagement integriert werden können. Ziel ist es, die auf den Höfen erzeugte erneuerbare Energie effizienter zu nutzen und sich vor Stromausfällen zu schützen.

Das Projekt analysiert die Energieflüsse in landwirtschaftlichen Betrieben, einschließlich erneuerbarer Energiequellen wie Solar- und Biogasanlagen sowie Energieverbraucher wie Melkroboter. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausgleich der schwankenden Einspeisung erneuerbarer Energien mit dem Eigenverbrauch der Betriebe. Es sollen technische Lösungen identifiziert werden, die den Betrieb auch bei Netzstörungen aufrechterhalten können.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert diese Initiative im Rahmen ihrer Förderinitiative „Speicher und Netze“. In Zusammenarbeit mit zwei Milchviehbetrieben und dem AgroTech Valley Forum sollen realistische Betriebsbedingungen modelliert und die praktische Anwendbarkeit der Forschungsergebnisse sichergestellt werden. Die Untersuchung könnte die Integration erneuerbarer Energien und die Netzstabilität in ländlichen Gebieten maßgeblich verbessern.

Originalquelle: dbu.de