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Technologie

KI-Agenten bei groß angelegtem Kreditkartenbetrug eingesetzt

Ein Angreifer nutzte autonome KI-Agenten, um Online-Händler zu kompromittieren und innerhalb von fünf Tagen über 600.000 Kreditkartendaten zu stehlen.

29. September 2026
KI-Agenten bei groß angelegtem Kreditkartenbetrug eingesetzt

Das Cybersicherheitsunternehmen Gambit Security hat eine groß angelegte Cyberangriffskampagne aufgedeckt, bei der Angreifer autonome KI-Agenten einsetzten, um Online-Händler zu kompromittieren und sensible Kundendaten zu stehlen. Über einen Zeitraum von fünf Tagen im September 2026 führte die Operation zum Diebstahl von über 600.000 Kreditkartendatensätzen von mindestens 27 Unternehmen.

Die Kampagne, die seit Juli 2026 lief, wurde weitgehend unbeaufsichtigt durchgeführt. Sie nutzte eine Kombination von Open-Source-KI-Frameworks: Strix zur Schwachstellenentdeckung, Cairn zur dynamischen Angriffsabwicklung und Hermes zur Orchestrierung der gesamten Operation. Diese Systeme verwendeten verschiedene KI-Modelle, darunter DeepSeek und Claude Opus, um die Angriffskette zu automatisieren.

Die Betriebskosten für die Kampagne waren bemerkenswert niedrig, geschätzt auf etwa 8.000 US-Dollar für den Fünf-Tage-Zeitraum, was durchschnittlich 25,46 US-Dollar pro Zielversuch entspricht. Die gestohlenen Kreditkartendaten stammten hauptsächlich aus den Vereinigten Staaten, umfassten aber auch Datensätze aus zahlreichen anderen Ländern weltweit.

Über den Datendiebstahl hinaus setzten die Angreifer auch Zahlungs-Skimmer auf Kassenseiten ein und führten destruktive Datenlöschroutinen durch, die unbeabsichtigt die eigenen Backup-Tabellen der Opfer löschten. Die Methoden zur Injektion dieser bösartigen Elemente variierten je nach Technologie-Stack der Zielsysteme.

Dieser Vorfall unterstreicht die zunehmende Rolle von KI in der Cyberkriminalität und zeigt, wie zugängliche Werkzeuge und niedrige Kosten die Hürde für hochentwickelte Angriffe senken und eine wachsende Bedrohung für Unternehmen weltweit darstellen.

Originalquelle: gamblersconnect.com