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Technologie

KI hilft bei der Entzifferung vergessener antiker Sprachen

Künstliche Intelligenz (KI) wird nun eingesetzt, um alte, bisher unentzifferte Sprachen wie Linear A und Etruskisch zu verstehen. Die Forschung nutzt digitale Analysen, um historische Geheimnisse zu lüften.

29. Juli 2026
KI hilft bei der Entzifferung vergessener antiker Sprachen

Künstliche Intelligenz (KI) kommt nun in neuen Forschungsprojekten zum Einsatz, die darauf abzielen, alte und komplexe Sprachen zu entschlüsseln. Insbesondere Linear A, die Schrift der bronzezeitlichen minoischen Zivilisation auf Kreta, und Etruskisch, eine italienische Sprache aus der Zeit vor dem Römischen Reich, stellen Linguisten seit Jahrzehnten vor große Herausforderungen.

Linear A wird als "Sprachisolat" klassifiziert, da keine bestätigte Verbindung zu bekannten lebenden oder toten Sprachen nachgewiesen werden konnte. Die Entzifferung wird zusätzlich durch das Fehlen von Vergleichsmaterial erschwert. Etruskisch hat aus kurzen Grabinschriften nur einen begrenzten Wortschatz ergeben, während Grammatik und tiefere Bedeutungen weiterhin unklar bleiben.

Traditionell stützte sich die Entzifferung antiker Sprachen auf zweisprachige Texte, wie den Stein von Rosetta, oder auf die Existenz einer bekannten verwandten Sprache zum Vergleich. Das Fehlen solcher sprachlichen "Anker" erschwert die Aufgabe erheblich, wie im Fall von Linear A.

Durch KI und maschinelles Lernen zielen Forscher nun darauf ab, sprachliche Muster und Strukturen zu identifizieren, die menschlicher Analyse möglicherweise entgangen sind. Digitale Methoden können Wortfrequenzen, Satzkonstruktionen und potenzielle Sprachverwandtschaften effektiver erfassen.

Es wird erwartet, dass diese fortschrittlichen Techniken neue Einblicke in antike Zivilisationen und ihre Denkweisen ermöglichen und frische Perspektiven auf die Geschichte und die sprachliche Entwicklung der Menschheit bieten.

Originalquelle: arstechnica.com