KI unterstützt Patient mit chronischen Rückenschmerzen
Eine Technikjournalistin wandte sich an Googles KI-Chatbot Gemini, um Hilfe bei anhaltenden Rückenschmerzen zu erhalten, als medizinische Behandlungen versagten. Während die KI Unterstützung und Übungsvorschläge anbot, warnen Experten vor ihren Einschränkungen.

Eine Technikjournalistin suchte Hilfe bei Googles KI-Chatbot Gemini, nachdem medizinische Interventionen bei lähmenden Rückenschmerzen unwirksam geblieben waren.
Die Journalistin, die unter starken nächtlichen Schmerzen litt und feststellte, dass verschriebene Medikamente nicht wirkten, nutzte Gemini für tägliche Check-ins, Übungsempfehlungen, Medikamentenverfolgung und vereinfachte Erklärungen medizinischer Fachbegriffe.
Die Nutzung von KI für Gesundheitsberatung nimmt zu. Laut einer KFF-Studie wendet sich inzwischen ein Drittel der Erwachsenen, und 42 % der unter 30-Jährigen, für Gesundheitsinformationen an KI. Dieser Trend zeichnet sich trotz früherer Ungenauigkeiten von KI ab.
Der Arzt Gaurav Mathur glaubt, dass KI Patienten stärken kann und vergleicht ihren Nutzen mit Online-Suchen nach Gesundheitsinformationen. Er entwickelt eine KI-Gesundheits-App, Health-GPT, die Patienten bei der Vorbereitung auf Arzttermine unterstützen soll, indem sie ihre medizinischen Unterlagen organisiert und erklärt.
Monica Agrawal, Professorin für Bioinformatik an der Duke University, warnt jedoch davor, dass KI-Chatbots kritische Warnsignale möglicherweise nicht so effektiv erkennen wie menschliche Ärzte. Sie hebt hervor, dass der Wunsch der KI, den Nutzern zu gefallen, dazu führen kann, dass falsche Überzeugungen bestärkt werden, und dass das Fehlen einer persönlichen Krankengeschichte zu übermäßig allgemeinen Ratschlägen führen kann, im Gegensatz zum maßgeschneiderten Ansatz eines Arztes, der auf der vollständigen medizinischen Vorgeschichte eines Patienten basiert.