KI-Automatisierung verändert Praktikantenrollen und schafft neue Herausforderungen
Künstliche Intelligenz automatisiert traditionelle Praktikantenaufgaben und führt zu einem Mangel an sinnvollen Tätigkeiten. Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, ungelernten Praktikanten komplexere Aufgaben zuzuweisen.

Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) verändert die Natur von Praktika grundlegend. Historisch gesehen übernahmen Praktikanten oft administrative Routinearbeiten wie Dateneingabe und Berichtsentwürfe. KI-Tools haben jedoch mittlerweile viele dieser Aufgaben automatisiert, wodurch Praktikanten weniger traditionelle Arbeit haben und neue Dilemmata für Unternehmen entstehen.
Dieser Wandel kann für Praktikanten zu einer "neuen Art von Langeweile" führen, wie die Unternehmensberatung Korn Ferry beschreibt, wenn keine ansprechenden Aufgaben angeboten werden. Als Reaktion darauf weisen einige Organisationen Nachwuchskräften folgenschwerere Rollen zu, die typischerweise erfahrenen Mitarbeitern vorbehalten sind. Dies erfordert größere Verantwortung am Arbeitsplatz und Entscheidungsfindung von Personen, denen möglicherweise die erforderliche Ausbildung und Erfahrung fehlen.
Die Veränderung schafft ein "Licht oder Finsternis"-Szenario für Berufsanfänger. Anstatt Arbeitsabläufe und Entscheidungsfindung durch repetitive Aufgaben zu lernen, werden Praktikanten nun in komplexe Rollen hineingezogen. Dies kann entmutigend sein, da Praktikanten befürchten, kostspielige Fehler zu machen, oder Schwierigkeiten mit Aufgaben ohne angemessene Anleitung haben.
Korn Ferry stellt fest, dass KI die Plackerei durch eine andere kognitive Belastung ersetzt, die Faktenprüfung und kritisches Denken anstelle von inhärentem Urteilsvermögen erfordert. Unternehmen erwarten nun, dass Praktikanten mit KI-Tools vertraut sind, um sich auf Problemlösung und menschliche Fähigkeiten zu konzentrieren.
Darüber hinaus wird die Wirksamkeit dieser neuen Rollen durch einen potenziellen Mangel an Mentoring beeinträchtigt. Eine Umfrage der National Association of Colleges and Employers (NACE) ergab, dass fast 20 Prozent der Praktikanten im Jahr 2025 angaben, keinen Mentor zu haben. Mentoren sind entscheidend für die Anleitung von Praktikanten, als Resonanzboden und um die Angst vor Fehlern bei zugewiesenen Aufgaben zu verhindern.