📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Technologie

KI könnte Zero-Day-Schwachstellen stark vermehren, warnt CrowdStrike

Künstliche Intelligenz (KI) wird voraussichtlich die Entdeckung von Zero-Day-Schwachstellen beschleunigen und Organisationen vor Herausforderungen bei der Reaktion stellen, so CrowdStrike. Das Cybersicherheitsunternehmen prognostiziert eine Zunahme der Angriffswerkzeuge.

16. Juli 2026
KI könnte Zero-Day-Schwachstellen stark vermehren, warnt CrowdStrike

Die rasante Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) könnte bald zu einer drastischen Zunahme von Zero-Day-Schwachstellen führen und die Kapazitäten von Organisationen zur Bewältigung von Cybersicherheitsbedrohungen überfordern, warnt Mike Sentonas, Präsident des Cybersicherheitsunternehmens CrowdStrike. Derzeit werden täglich über 100 neue Schwachstellen öffentlich bekannt, eine Zahl, die voraussichtlich steigen wird, da KI-Werkzeuge bei der Identifizierung von Softwarefehlern immer leistungsfähiger werden.

Sentonas betonte, dass KI-Systeme die Zeit zwischen dem Vorhandensein eines Fehlers und dessen Ausnutzung drastisch verkürzen könnten. Das bedeutet, dass Schwachstellen schneller als bisher von unentdeckt zu waffenähnlich werden können, wodurch sich das Zeitfenster für Angreifer potenziell von Wochen auf Stunden verringert. Organisationen könnten Schwierigkeiten haben, Patches schnell genug zu testen und bereitzustellen, ohne kritische Systemausfälle zu riskieren, was schwierige Priorisierungsentscheidungen erzwingt.

Sektoren, die auf ältere Hardware und Altsysteme angewiesen sind, wie Banken, Industrie, Krankenhäuser und Versorgungsunternehmen, werden als besonders gefährdet eingestuft. Die schnelle Modernisierung dieser komplexen Infrastrukturen zur Bewältigung neuer Bedrohungen könnte wesentliche Dienste stören. Sentonas erwartet, dass diese kritischen Infrastrukturanbieter zu den ersten gehören werden, die dieser eskalierten Herausforderung gegenüberstehen.

Um diese sich entwickelnde Bedrohungslandschaft zu bekämpfen, müssen Unternehmen zunehmend auf "kompensierende Kontrollen" setzen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, das Risiko einer Schwachstelle zu verringern, wenn kein Patch verfügbar ist. Dazu gehören Netzwerksegmentierung, Zugangskontrolle und kontinuierliche Überwachung auf Ausnutzungsversuche. Obwohl KI bei der Implementierung dieser Kontrollen helfen kann, betonte Sentonas, dass Organisationen das Risiko nicht auslagern können und die letztendliche Verantwortung für ihre eigenen Netzwerke und ihre Sicherheit tragen müssen.

Originalquelle: fastcompany.com