KI-Rechenzentren bei US-Zwischenwahlen auf breiter Front abgelehnt
In über 30 US-Wahlbezirken haben Bürger bei den Zwischenwahlen gegen den Bau neuer KI-Rechenzentren gestimmt.

Die 2026er Zwischenwahlen in den USA haben der KI-Rechenzentrumsbranche eine deutliche politische Niederlage beschert. Bei 38 von 41 lokalen Abstimmungen über die Zulassung oder Erweiterung von Datenzentren sprachen sich die Wähler gegen die Projekte aus. Die Ergebnisse deuten auf einen wachsenden Widerstand der Bevölkerung gegen den hohen Ressourcenverbrauch der Infrastruktur hin.
Die Abstimmungsergebnisse fielen in vielen Regionen mit großer Mehrheit aus. So stimmten in Edgewater, Florida, 77 Prozent für ein Verbot neuer Anlagen, während in Ashville, Ohio, eine bereits geplante Ansiedlung von 81 Prozent der Wähler gestoppt wurde. Selbst in hart umkämpften Wahlkreisen wie Grove City, Ohio, setzten sich Initiativen für eine strengere behördliche Aufsicht durch.
Auch auf der Ebene der politischen Kandidaten zahlte sich die Opposition gegen Rechenzentren aus. Trotz umfangreicher Werbekampagnen seitens der Industrie konnten sich Politiker, die ein Moratorium oder den Wegfall von Steuervorteilen forderten, erfolgreich durchsetzen. Dies unterstreicht einen Wandel in der politischen Prioritätensetzung, bei dem lokale Bedenken hinsichtlich Wasser- und Stromressourcen die industrielle Expansion überlagern.