KI entdeckt neues Schmerzmittelziel
Fast Companys KI-Plattform identifizierte ein neues biologisches Ziel, das zu einem Medikamentenkandidaten führte, der in präklinischen Schmerzstudien besser als Morphin abschnitt.

SHANGHAI – Fast Companys KI-Programm, PandaOmics, hat ein neues biologisches Ziel identifiziert, das zur Entwicklung eines neuartigen Schmerzmittels führte. Das Unternehmen berichtet, dass die KI eine Verbindung zu einem bisher unbekannten Protein entdeckte, gegen das das entwickelte Molekül ISM9528 in präklinischen Studien wirksamer als Morphin war.
Diese Entdeckung, die aus den Laborforschungen des Unternehmens in Shanghai stammt, legt nahe, dass KI nicht nur die Arzneimittelentwicklung beschleunigen, sondern auch neue wissenschaftliche Erkenntnisse generieren kann. Traditionell war die Identifizierung neuer Arzneimittelziele kostspielig und zeitaufwendig, wobei unkonventionelle biologische Ideen oft als zu riskant für die Erforschung galten.
Laut Fast Company analysierte die KI-Plattform riesige Datensätze, um ein Protein zu identifizieren, das das Unternehmen bereits für andere Krankheitsbereiche nutzte. In diesem Zusammenhang wurde das Protein erstmals mit Schmerzsignalwegen in Verbindung gebracht. Ein neu entwickeltes Molekül, das auf dieses Protein abzielt, erzielte in präklinischen Modellen zur Schmerzbehandlung vielversprechende Ergebnisse.
Das Unternehmen beabsichtigt, ISM9528 im Jahr 2027 in klinische Studien zu bringen. Der globale Markt für Schmerzmanagement hat einen Wert von fast 100 Milliarden US-Dollar, aber traditionelle Opioide und NSAIDs bergen erhebliche Risiken wie Sucht und Nebenwirkungen. Der neue KI-gesteuerte Ansatz zielt darauf ab, eine sicherere und effektivere Alternative anzubieten.