KI-Ängste führen zu Leistungsabfall und Diebstahl am Arbeitsplatz
Eine Studie der Washington State University zeigt, dass Mitarbeiter, die Angst vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes durch KI haben, eher nachlässig werden, zu spät kommen und sogar das Essen von Kollegen stehlen.

Mitarbeiter, die aufgrund künstlicher Intelligenz (KI) um ihren Arbeitsplatz fürchten, zeigen vermehrt negatives Verhalten am Arbeitsplatz. Dies geht aus einer neuen Studie der Washington State University (WSU) hervor.
Die in der Fachzeitschrift Occupational Health Science veröffentlichte Untersuchung analysierte Arbeitnehmer in 18 verschiedenen Branchen. Sie ergab, dass die Angst vor einem durch KI bedingten Arbeitsplatzverlust mit einer Zunahme von Verhaltensweisen wie Arbeitsbummelei, Zuspätkommen oder dem Stehlen von Mittagessen von Kollegen einhergeht.
Die Forscher stellten fest, dass Mitarbeiter, die mit einer Ersetzung rechneten, eher zu "moralischer Distanzierung" neigten. Dies ist ein psychologischer Prozess, der es ermöglicht, unethisches Verhalten zu rechtfertigen. "Moralische Distanzierung ist im Grunde eine Möglichkeit, schlechtes Benehmen zu rechtfertigen", erklärte die Hauptautorin Tahira M. Probst, Psychologieprofessorin an der WSU Vancouver.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Branchen mit höherer KI-Durchdringung, wie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, stärkere negative Verhaltensweisen aufwiesen. Die Studie rät Arbeitgebern, die psychologischen Auswirkungen auf die Mitarbeiter bei der Einführung von KI zu berücksichtigen, um solche Risiken zu mindern und die Belegschaft zu unterstützen.