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KI-Ängste befeuern "Handgemacht"-Branding-Trend

Immer mehr Marken übernehmen eine "handgemachte" Ästhetik, angetrieben durch die wahrgenommene Bedrohung durch KI und den Wunsch nach Differenzierung. Dieser Trend läuft jedoch Gefahr, oberflächlich zu werden.

17. August 2026
KI-Ängste befeuern "Handgemacht"-Branding-Trend

Viele Unternehmen bevorzugen in letzter Zeit zunehmend einen "handgemachten" oder "gezeichneten" Look für ihre Markenidentitäten. Dieser Trend, der Elemente wie handgeletterte Typografie und unvollkommene Formen beinhaltet, hat neben dem rasanten Fortschritt der künstlichen Intelligenz (KI) an Dynamik gewonnen.

Designer empfinden KI als Bedrohung und neigen daher dazu, sich von rein digitalen Werkzeugen zu distanzieren. Die "handgemachte" Ästhetik bietet ein Mittel, Menschlichkeit und Einzigartigkeit in einer wettbewerbsorientierten Landschaft hervorzuheben, in der viele Marken nach Eigenständigkeit suchen. Beispiele hierfür sind Panera Bread und St. Regis, die solche Elemente übernommen haben, um sich abzuheben und eine Verbindung zu den Verbrauchern herzustellen.

Experten warnen jedoch davor, dass der Trend oberflächlich werden kann, wenn er nicht tief in den Kernkonzepten einer Marke verwurzelt ist. Das bloße Nachahmen eines externen "handgemachten" Erscheinungsbildes ohne echte Substanz birgt die Gefahr, die Glaubwürdigkeit zu untergraben. Der Trend erinnert an frühere Designbewegungen wie Skeuomorphismus und Grunge, die ebenfalls durch Überbeanspruchung an Wirkung verloren.

Damit Marken von diesem Trend wirklich profitieren können, müssen sie ihre Designentscheidungen in den Kontext und die Werte des Unternehmens stellen. Ein authentisch menschliches Gefühl sollte aus einem tieferen Verständnis dafür entstehen, was Menschlichkeit für die Marke bedeutet, und nicht nur aus äußerer Nachahmung. Designer werden auch ermutigt, Wege zur Zusammenarbeit mit KI zu erkunden, anstatt sie ausschließlich zu fürchten.

Originalquelle: fastcompany.com