Realitätscheck: "Keine Einschränkungen" bei KI-Bildgeneratoren
Eine Untersuchung von CrePal deckt auf, dass die häufige Behauptung "keine Einschränkungen" für KI-Bildgeneratoren hauptsächlich Marketing ist. Nur wenige Plattformen arbeiten völlig ohne Inhaltsbeschränkungen, besonders angesichts neuer Gesetze.

Die Slogans "keine Einschränkungen" sind bei KI-Bildgeneratoren, die Inhalte für Erwachsene erstellen, weit verbreitet. Eine Analyse des CrePal Content Centers hat nun die Bedeutung dieser Behauptung in der Praxis für das Jahr 2024 beleuchtet, unter Berücksichtigung der sich entwickelnden Gesetzgebung.
Die Untersuchung zeigt, dass kein KI-Bildgenerator absolut ohne Einschränkungen arbeitet. Die Bezeichnung "keine Einschränkungen" ist primär eine Marketingstrategie, um sich von Mainstream-Tools abzuheben, die Inhalte für Erwachsene blockieren. Auch wenn einige Plattformen ihre internen Inhaltsfilter entfernen, bedeutet dies nicht die Abwesenheit rechtlicher Konsequenzen.
Die meisten "keine Einschränkungen"-Marketingaussagen beziehen sich auf die Entfernung plattformeigener Inhaltsfilter, die oft umgangen werden können. Gesetzliche Beschränkungen bleiben jedoch unabhängig von den Richtlinien einer Plattform bestehen. In den USA trat im Mai 2025 der TAKE IT DOWN Act in Kraft, ein Bundesgesetz, das KI-generierte intime Bilder direkt regelt und erhebliche strafrechtliche Sanktionen vorsieht.
Wahrhaft weniger restriktive Optionen beinhalten typischerweise lokal installierte Open-Source-Modelle wie Stable Diffusion. Diese erfordern jedoch erhebliches technisches Fachwissen und Ressourcen. Gesetzlich vorgeschriebene Einschränkungen verbieten universell Inhalte, die Minderjährige oder nicht einvernehmliche intime Bilder identifizierbarer realer Personen betreffen, wobei die ersten Verurteilungen nach solchen Gesetzen bereits erfolgt sind.
Bei der Bewertung solcher Behauptungen ist die Überprüfung der Nutzungsbedingungen entscheidend. Seriöse Plattformen listen klar verbotene Inhalte auf, insbesondere Material sexuellen Missbrauchs von Kindern (CSAM) und nicht konsensfähige Bilder realer Personen. Altersverifizierung und umfassende Servicevereinbarungen sind Indikatoren für einen legitimeren Betrieb.