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Technologie

KI-Reifegrad-Report: Medienhäuser setzen KI ein, aber wirtschaftlicher Nutzen bleibt unklar

Der KI-Reifegrad-Report 2026 von BDZV und Retresco zeigt, dass deutsche Medienhäuser KI strategisch nutzen, aber die Identifizierung klarer Geschäftsfälle und die Messung wirtschaftlicher Vorteile bleiben herausfordernd.

14. Oktober 2026

Künstliche Intelligenz (KI) hat sich in deutschen Medienhäusern strategisch und operativ etabliert, doch belastbare Geschäftsfälle sind selten. Dies geht aus dem KI-Reifegrad-Report 2026 hervor, der vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) und dem KI-Spezialisten Retresco veröffentlicht wurde.

Der Anteil der Medienhäuser mit einer KI-Strategie ist auf 79 Prozent gestiegen. Gleichzeitig haben sich die Herausforderungen bei der technischen Umsetzung, wie Infrastruktur und Integration, deutlich verschärft. Während Effizienzgewinne wie schnellere Prozesse und Entlastung von Mitarbeitenden beobachtet wurden, blieben Kosteneinsparungen, Nutzerbindung und Umsatzsteigerungen hinter den Erwartungen zurück.

„Wir müssen den Blick von der reinen KI-Adoption auf ihre messbare Wirkung richten“, sagt Johannes Sommer, CEO von Retresco. Er betont, dass KI zukünftig ihren Beitrag zur Nutzergewinnung und -bindung, zu mehr Engagement und zu messbaren Erlösen nachweisen muss.

Der Bericht zeigt zudem, dass zwar 92 Prozent schnellere Prozesse erwarten und 80 Prozent entsprechende Effekte festgestellt haben, aber nur 20 Prozent tatsächliche Kosteneinsparungen messen können. Auch bei neuen Formaten und Erlösmodellen sind die Erwartungen hoch, die Ergebnisse bleiben jedoch zurück. Darüber hinaus sind journalistische Risiken im Zusammenhang mit dem KI-Einsatz, wie potenzielle Gefährdungen der Glaubwürdigkeit durch Fehler, in den Fokus gerückt.

Originalquelle: bdzv.de