KI-Plattform verbessert Früherkennung von Hautkrebs
Das EU-Projekt iToBoS entwickelt einen KI-gestützten Ganzkörperscanner zur schnelleren und zuverlässigeren Früherkennung von Hautkrebs, einschließlich Melanomen, mit Risikobewertungen für Hautveränderungen.

Fraunhofer-Forscher sind an der Entwicklung eines KI-gestützten Systems zur Früherkennung von Hautkrebs beteiligt. Das EU-Projekt iToBoS zielt darauf ab, die Melanom-Erkennung im Vergleich zu herkömmlichen Methoden erheblich zu beschleunigen und zu verbessern.
Das Projekt nutzt einen neuartigen Ganzkörperscanner, der die Haut des gesamten Körpers in sechs Minuten analysieren kann und Risikobewertungen für verdächtige Veränderungen liefert. Dieses System soll die Arbeitsbelastung für medizinisches Fachpersonal verringern, Patientenrisiken reduzieren und unnötige Biopsien minimieren.
Entscheidend für diese Entwicklung sind Techniken der erklärbaren künstlichen Intelligenz (XAI), die Forscher des Fraunhofer-Instituts integrieren. Diese Methoden zielen darauf ab, die Entscheidungsprozesse der KI transparent und nachvollziehbar zu machen, was für die medizinische Diagnostik unerlässlich ist.
Das Herzstück des Systems ist eine cloudbasierte KI-Plattform, die Scanbilder mit Patientendaten und anderen relevanten Informationen zusammenführt. Fraunhofers Aufgabe ist es, die Zuverlässigkeit und Erklärbarkeit der KI-Algorithmen sicherzustellen, was eine Voraussetzung für deren sichere Anwendung im Gesundheitswesen ist.