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Technologie

KI-Kopien von Inhalten stellen Urheber vor neue rechtliche Herausforderungen

Social-Media-Ersteller berichten von einer Zunahme an KI-generierten Accounts, die ihre Videos und Identitäten imitieren, ohne dass es klare rechtliche Schutzmechanismen gibt.

28. Oktober 2026
KI-Kopien von Inhalten stellen Urheber vor neue rechtliche Herausforderungen

Die Praxis, mittels KI exakte Kopien von Inhalten bekannter Social-Media-Persönlichkeiten zu erstellen, nimmt zu. Der Instagram-Ersteller Kjetil Krogstad ist einer der Betroffenen, deren Stil und Videomaterial von automatisierten Accounts kopiert wurden. Berichten zufolge stecken hinter einigen dieser Accounts geschäftliche Absichten: Sie nutzen die gestohlenen Inhalte, um Kurse zur KI-basierten Nachahmung anderer Ersteller zu verkaufen.

Das Problem ist mittlerweile kein Einzelfall mehr, sondern betrifft auch namhafte Künstler. Musiker wurden bereits mit Vorwürfen konfrontiert, ihre Videos enthielten Sequenzen, die auf KI-Kopien fremder Originalwerke basieren. Experten für geistiges Eigentum warnen, dass das Tempo der technologischen Entwicklung die aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen weit überholt hat.

Rechtliche Unsicherheiten bestehen vor allem in der Frage, was als urheberrechtlich geschütztes Werk gilt, wenn KI zur Imitation eingesetzt wird. Während der Schutz von Identität und kreativer Arbeit in den USA und weltweit umstritten bleibt, kritisieren Ersteller die mangelnde Durchsetzungskraft der Plattform-Richtlinien. Viele Betroffene geben an, dass gängige Meldesysteme bei derartigen KI-Verstößen kaum Wirkung zeigen.

Da die Gesetzgebung derzeit keine ausreichende Grundlage zur Abwehr solcher Aktivitäten bietet, fordern Urheber verstärkt verbindliche Richtlinien von den Plattformbetreibern. Ohne einheitliche Standards bleibt die Durchsetzung der geistigen Eigentumsrechte für Ersteller im digitalen Raum eine schwierige Aufgabe.

Originalquelle: fastcompany.com