KI-Software soll Textilabfall bei der Bekleidungsproduktion eliminieren
Shelly Xu Design (SXD) hat eine Finanzierung in Höhe von 4,5 Millionen Dollar für seine KI-Software erhalten, die Bekleidungsmuster optimiert, um Textilabfall zu minimieren. Die Technologie zielt darauf ab, Schnittteile wie ein Puzzle zu verschachteln.

Shelly Xu Design (SXD) hat eine Vorfinanzierung in Höhe von 4,5 Millionen US-Dollar gesichert, um seine Software auf künstlicher Intelligenz (KI) zu skalieren. Diese wurde entwickelt, um Materialabfälle in der Bekleidungsherstellung erheblich zu reduzieren. Die KI entwirft Bekleidungsmuster neu, sodass die Schnittteile wie Puzzleteile ineinandergreifen und somit keine Stoffreste entstehen.
Die traditionelle Bekleidungsherstellung führt oft dazu, dass 10 bis 15 % des Stoffes im Zuschnittprozess verloren gehen. Dies verursacht erhebliche Kosten und Umweltbelastungen. Die Lösung von SXD lässt sich nahtlos in bestehende Produktionsabläufe integrieren und erfordert keine Änderungen an den Nähprozessen. "Es ändert nicht, wie die Leute den Stoff tatsächlich zusammennähen", sagte Gründerin Shelly Xu. "Man schneidet sie nur in andere Formen, damit sie auf dem Stoff weniger Platz einnehmen."
Das Unternehmen hat Partnerschaften mit Organisationen wie der H&M Foundation und den Coop-Buchhandlungen an der Harvard University und dem MIT geschlossen. SXD hat außerdem kürzlich eine mehrjährige Vereinbarung mit einem großen Musikplattenlabel unterzeichnet, um Merchandise-Artikel für Tourneen abfallfrei zu produzieren. Eine geplante Einführung bei einer europäischen Bekleidungsgruppe wird die Technologie von SXD Marken wie Uniqlo und Ralph Lauren zugänglich machen.
Xus Technologie wurzelt in ihren Kindheitserfahrungen in China, wo sie den Wert präziser Ressourcennutzung und die schädlichen Auswirkungen von Abfall kennenlernte. Sie studierte nachhaltige Entwicklung an der Columbia University und entwickelte ihre Fähigkeiten in Bekleidungsdesign und Programmierung. Letztes Jahr gewann das Unternehmen sowohl den Hauptpreis als auch den Publikumspreis beim "New Venture Competition" der Harvard Business School.