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Technologie

KI analysiert Bildähnlichkeiten für Kunstgeschichte an der LMU München

Die Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelt ein KI-Werkzeug zur Analyse visueller Ähnlichkeiten in der Kunstgeschichte. Das Projekt zielt auf einen transparenten Entscheidungsprozess in der Bildanalyse ab.

27. Juli 2026
KI analysiert Bildähnlichkeiten für Kunstgeschichte an der LMU München

Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) entwickelt am Institut für Kunstgeschichte ein Werkzeug auf Basis künstlicher Intelligenz, das Forschende bei der Analyse visueller Ähnlichkeiten zwischen Kunstwerken unterstützen soll. Das Projekt mit dem Titel „Reflection-driven Artificial Intelligence in Art History“ zielt darauf ab, den Entscheidungsprozess der KI im kunsthistorischen Kontext transparent zu gestalten.

Die Initiative wird von Professor Hubertus Kohle von der LMU und Professor Ralph Ewerth von der Technischen Informationsbibliothek (TIB) in Hannover geleitet. Die KI wird mit kunsthistorischem Wissen trainiert, um die Analyse von Bildähnlichkeiten zu unterstützen. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Schwerpunktprogramms „Das Digitale Bild“ gefördert.

Das interdisziplinäre Team vereint Expertisen aus der Kunstgeschichte und der Informatik. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines Algorithmus mit einem klaren und intuitiven Entscheidungsprozess. Die Forschenden beabsichtigen, die Art und Weise zu visualisieren, wie die KI Ähnlichkeiten identifiziert, wobei Faktoren wie verwendete Materialien, dargestellte Motive oder historischer Kontext berücksichtigt werden.

Die ersten Schritte umfassen die Untersuchung historischer Methoden der automatisierten Bildanalyse und den Aufbau einer Datenbank mit Bildern und Texten für das Training. Das Projekt nutzt öffentlich zugängliche Metadaten von Museen sowie Bilder, deren Urheberrecht abgelaufen ist. Um mögliche Verzerrungen zu vermeiden, wie beispielsweise eine Unterrepräsentation von Künstlerinnen in den Trainingsdaten, wird das System auf etwaige Bias hinweisen und deren Ursachen erläutern.

Durch die transparente Darstellung seiner Methodik strebt das Projekt an, die Akzeptanz von KI in der Kunstwissenschaft zu fördern. Die Forschenden betonen, dass die KI Vorschläge machen wird, die von Akademikern im kunsthistorischen Rahmen validiert werden müssen, und dass sie menschliche Experten nicht ersetzen wird.

Originalquelle: lmu.de