KI-Tools fordern klassische Präsentationssoftware heraus
Neue KI-Plattformen ermöglichen die Erstellung interaktiver, webbasierter Präsentationen und stellen die Zukunft etablierter Software wie PowerPoint in Frage.

Etablierte Präsentationssoftware wie PowerPoint und Google Slides steht durch den Fortschritt generativer KI unter Druck. Der KI-Stratege Peter Gostev hat eine Debatte darüber angestoßen, ob das klassische Folienformat ausgedient hat, da KI nun in der Lage ist, interaktive Web-Präsentationen direkt aus Textvorgaben zu erstellen.
Anwendungen wie Claude Design von Anthropic bieten die Möglichkeit, Präsentationen als HTML zu exportieren, was eine Alternative zu herkömmlichen statischen Formaten darstellt. Microsoft reagiert auf diesen Trend, indem es KI-Bearbeitungsfunktionen direkt in PowerPoint integriert. Nach Angaben des Unternehmens ist die Nutzung dieser neuen Funktionen deutlich gestiegen, was den Versuch verdeutlicht, die Marktführerschaft durch technologische Anpassung zu sichern.
Branchenexperten wie Benjamin Rietti, Gründer von E-Tabs, sehen das Ende der Präsentationssoftware jedoch kritisch. Er argumentiert, dass nicht das Format an sich ausstirbt, sondern die bisherigen, zeitintensiven Arbeitsprozesse. Die manuelle Aufbereitung und Überprüfung von Daten werde durch KI zunehmend automatisiert, wodurch der Arbeitsaufwand sinkt, während das Kernmedium erhalten bleibt.