Viele Flughäfen melden Insolvenz wegen Corona-Pandemie
Die Flugpassagierrechts-Organisation Flightright meldet, dass zahlreiche Flughäfen aufgrund der Corona-Pandemie und des stark gesunkenen Flugverkehrs in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Einige Flughäfen mussten bereits Insolvenz anmelden.

Die Flugpassagierrechts-Organisation Flightright berichtet, dass viele Flughäfen unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie leiden. Ein starker Rückgang des Flugverkehrs habe dazu geführt, dass einige Airports Insolvenz anmelden mussten oder dies droht, insbesondere kleinere Regionalflughäfen.
"Ein so starker Rückgang des Flugverkehrs wie wir ihn im letzten Jahr erlebt haben, geht nicht spurlos an den Flughäfen vorbei", erklärt Oskar de Felice, Fluggastrechtsexperte bei Flightright. Viele Unternehmen hätten Kurzarbeit oder Stellenabbau hinnehmen müssen. Der Flughafen Paderborn-Lippstadt meldete im Oktober 2020 Insolvenz in Eigenverantwortung an, und auch dem Flughafen Friedrichshafen droht nun eine solche Entwicklung.
Während der Pandemie wurden auch Flughafenflächen anderweitig genutzt. Der stillgelegte Flughafen Berlin Tegel beherbergt derzeit ein Corona-Impfzentrum, obwohl das Gelände für einen Technologiepark vorgesehen ist. Auch an anderen Flughäfen wie Rostock-Laage und Münster/Osnabrück wurden Impfzentren eingerichtet.
Ehemalige Flughafengelände finden teilweise neue Nutzungskonzepte. Der 2014 stillgelegte Flughafen Zweibrücken wird nun für Fahrzeugtests und Veranstaltungen der Automobilindustrie genutzt. Der Flughafen Parchim dient als Umschlagplatz für Autos, und am stillgelegten Flughafen Gütersloh gab es eine Drive-In-Teststation für Corona-Tests. Internationale Beispiele umfassen das Forschungszentrum der University of Sheffield auf dem Gelände des ehemaligen Sheffield City Airports und das Kreuzfahrtterminal in Hongkong, das auf dem Areal des ehemaligen Kai Tak International Airport errichtet wurde.