KI "Automatisierungssteuer" kann Arbeitslast für neurodivergente Gründer erhöhen
Fast Company diskutiert, wie KI-Tools zu einer erhöhten, nicht verringerten Arbeitslast führen können, insbesondere für neurodivergente Unternehmer.

Ein von Fast Company veröffentlichter Artikel befasst sich mit den paradoxen Auswirkungen der Einführung künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz. Obwohl KI oft als Produktivitätssteigerer vermarktet wird, beschreibt der Autor eine persönliche Erfahrung, bei der neue Werkzeuge tatsächlich seine Arbeitsbelastung und seine Ängste erhöht haben.
Die Publikation beschreibt, wie der Aufbau einer KI-gestützten Produktions-Pipeline für soziale Medien für ein Podcast-Netzwerk zunächst eine Woche dauerte, aber eine Aufgabe automatisierte, die zuvor einen ganzen Tag in Anspruch nahm. Als das System jedoch abstürzte und einen Wiederaufbau erforderte und neue Projekte verzögert wurden, wurde deutlich, dass die zusätzliche Arbeit, die mit der KI-Nutzung verbunden ist, und die Erwartungen an eine schnellere Produktion die Gesamtmenge der Arbeit eskalieren lassen können.
Dieses Phänomen ist besonders bedeutsam für neurodivergente Personen, wie den Autor des Artikels. Eine nationale Umfrage ergab, dass 76 % der neurodivergenten Gründer ihre Unternehmen gründeten, um auf eine Weise zu arbeiten, die ihnen passte, doch 79 % berichten von Herausforderungen bei der Arbeitsorganisation oder Burnout. KI wird als "Barrierefreiheitsgerüst" betrachtet, aber die Nutzungskosten, die "Automatisierungssteuer", beinhalten die zusätzliche Arbeit, die erforderlich ist, um KI zu nutzen, und die Annahme, dass schnellere Produktion mehr Arbeit in kürzerer Zeit erfordert.
Der Artikel legt nahe, dass Unternehmen KI-Werkzeuge bewerten sollten, indem sie fragen: Welche genaue Aufgabe verschwindet, welche neue Arbeit erscheint an ihrer Stelle und führt dies tatsächlich zu weniger zu verwaltenden Dingen? Das beste KI-Werkzeug ist nicht das, das am meisten produziert, sondern das, das Zeit für gewünschte Aktivitäten freisetzt.