KI verändert die Preisgestaltung im Einzelhandel und bei Fast-Food-Ketten
Supermärkte und Fast-Food-Ketten setzen verstärkt KI-Werkzeuge ein, die Verbraucherpreise beeinflussen können. Experten warnen vor dem Risiko personalisierter Preisgestaltung.

Supermärkte und Fast-Food-Giganten setzen zunehmend Werkzeuge der künstlichen Intelligenz (KI) zur Digitalisierung ihrer Betriebsabläufe ein, was sich erheblich auf die Verbraucherpreise auswirken könnte. Unternehmen wie McDonald's und Kroger führen KI-gestützte Systeme ein, was Bedenken hinsichtlich dynamischer Preisgestaltung und deren potenziellen Auswirkungen auf das Einkaufserlebnis aufwirft.
MCDonald's sah sich kürzlich einer Klage gegenüber, die die Nutzung einer KI-gestützten „Preismaschine“ zur Festlegung von Menüpreisen und zur Überteuerung von Kunden behauptete. Obwohl McDonald's bestreitet, KI für individualisierte Preisgestaltung basierend auf der Zahlungsbereitschaft der Kunden einzusetzen, räumt das Unternehmen ein, seinen Franchisenehmern Werkzeuge für fundierte Preisentscheidungen zur Verfügung zu stellen.
Im Lebensmitteleinzelhandel nimmt die KI-Adaption zu. Kroger beispielsweise nutzt eine KI-Plattform namens FlashFood, um leicht verderbliche Waren kurz vor dem Verfallsdatum zu rabattieren. Elektronische Regaletiketten (ESLs), die Echtzeit-Preisaktualisierungen auf digitalen Displays ermöglichen, werden auch in Geschäften wie Amazon Fresh, Walmart und Whole Foods sowie bei Tesco in Großbritannien immer häufiger.
Experten warnen, dass mit der zunehmenden Verbreitung von KI im Einzelhandel die dynamische Preisgestaltung – bei der sich Preise schnell ändern, basierend auf Marktbedingungen wie Nachfrage, Zeit oder Wettbewerbspreisen – weiter verbreiten könnte. Diese Entwicklung könnte dazu führen, dass Verbraucher zunehmend individualisierte und volatile Preise erleben, ähnlich den Preismodellen von Fluggesellschaften, Hotels und Fahrdiensten.