Aisin entwickelt 16nm-KI-Chip mit integriertem STT-MRAM
In Zusammenarbeit mit der Tohoku-Universität hat Aisin einen KI-Prozessor im 16nm-Verfahren entwickelt, der durch STT-MRAM die Energieeffizienz bei der Objekterkennung um das 50-fache steigert.
Der Automobilzulieferer Aisin hat die Entwicklung eines neuen 16nm-KI-SoC (System-on-a-Chip) bekannt gegeben, der über eine integrierte STT-MRAM-Speichereinheit (Spin-Transfer Torque Magnetic RAM) verfügt. Das Projekt wurde gemeinsam mit der japanischen Tohoku-Universität umgesetzt.
Das Design basiert auf dem Prinzip des Near-Memory Computing (NMC). Durch die Integration von 32MB MRAM auf dem Chip können KI-Modellparameter und Betriebssystemdateien lokal gespeichert werden, was Zugriffe auf externe DRAM- oder SSD-Speicher beim Systemstart überflüssig macht. Dies reduzierte die Boot-Zeit auf 65,7 Millisekunden.
Bei der Objekterkennung mittels Tiny YOLOv3 erreichte der Prozessor eine Energieeffizienz von 50,7 mJ pro Frame. Nach Angaben des Unternehmens entspricht dies einer 50-fachen Steigerung der Energieeffizienz im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen. Zudem konnte die Verarbeitungsgeschwindigkeit für KI-Aufgaben signifikant gesteigert werden.
Die Kombination aus MRAM-Integration und einer 8/16-Bit-Multiplikationsarchitektur zielt darauf ab, die Leistung von Edge-KI-Anwendungen zu optimieren, indem der Datenfluss zwischen Prozessor und Speicher minimiert wird.