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Aktion Deutschland Hilft steigert Spendeneinnahmen entgegen dem Markttrend

Das Bündnis Aktion Deutschland Hilft verzeichnete 2025 ein Spendenplus von 15 Prozent auf 83,2 Millionen Euro, während der restliche deutsche Spendenmarkt einen Rückgang erlebte.

3. November 2026
Aktion Deutschland Hilft steigert Spendeneinnahmen entgegen dem Markttrend

Das Bonner Hilfsbündnis Aktion Deutschland Hilft konnte seine Spendeneinnahmen im Jahr 2025 auf 83,2 Millionen Euro steigern. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr und steht im Gegensatz zur Entwicklung des deutschen Spendenmarktes, der einen Rückgang von neun Prozent zu verzeichnen hatte.

Die Zahl der Spender wuchs um 33.000 auf insgesamt 295.000 Personen an. Mit einem Durchschnittswert von 109 Euro pro Spende lag das Bündnis deutlich über dem Marktdurchschnitt von 46 Euro. Diese Mittel ermöglichten es den 22 angeschlossenen Organisationen, 72 Millionen Menschen in 93 Ländern zu unterstützen.

Der größte Anteil der Zuwendungen floss mit 14,8 Millionen Euro in die Ukraine-Nothilfe. Weitere Schwerpunkte bildeten die Unterstützung nach dem Erdbeben in Myanmar (10,5 Millionen Euro) und die Hilfe im Nahen Osten (3,9 Millionen Euro). Geschäftsführerin Maria Rüther betonte, dass der Erfolg maßgeblich auf privates Engagement zurückzuführen sei, während institutionelle Fördergelder zunehmend gekürzt würden.

Angesichts von 836 laufenden Projekten steht das Bündnis vor wachsenden Herausforderungen. Kriege, Konflikte und die Folgen des Klimawandels erhöhen den Bedarf an humanitärer Hilfe, was laut Geschäftsbericht eine verlässliche Finanzierung durch private Zuwendungen noch notwendiger macht.