All-IP-Einführung birgt Herausforderungen bei Rufnummernlänge
Die Umstellung der Deutschen Telekom von ISDN auf IP-Telefonie kann zu Problemen mit der Länge von Rufnummern führen. Die Portierung von Nummern, die die E.164-Empfehlung überschreiten, stellt eine Hürde dar.

Mit der bevorstehenden Umstellung der Deutschen Telekom von ISDN auf IP-Telefonie sehen sich Unternehmen mit potenziellen Herausforderungen konfrontiert, die die Länge ihrer Rufnummern betreffen. Diese Problematik wird relevant, sobald die Rufnummern in das neue IP-System portiert werden sollen.
Die internationale Empfehlung E.164 der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) begrenzt die Länge von nationalen Rufnummern auf 15 Ziffern, einschließlich der Landesvorwahl. In der Vergangenheit bot das ISDN-System mehr Flexibilität, und einige Unternehmen nutzten diese, um ihre Rufnummern für spezielle Zwecke, wie etwa Bildschirmfax, über diese Grenze hinaus zu erweitern.
Bei der Portierung zu IP-Systemen wenden die Anbieter die E.164-Empfehlung strenger an. Überschreitet eine bestehende Rufnummer die erlaubten 15 Ziffern, kann der Anbieter die Portierung verweigern. Die Bundesnetzagentur erwähnt zwar eine Zulassung von bis zu 15 Ziffern, dies begründet jedoch keinen Rechtsanspruch auf Portierung längerer Nummern.
Axians Deutschland rät Unternehmen dringend, die Länge ihrer Rufnummern zeitnah zu überprüfen. Eine Analyse der Nummernstruktur und die Abstimmung mit dem Dienstleister sind essenziell für eine reibungslose Migration und zur Vermeidung von Rufnummernverlusten oder -änderungen. Auch wenn die meisten Nummern voraussichtlich keine Anpassung benötigen, ist eine genaue Prüfung unerlässlich.