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Allensbach-Studie untersucht Nachrichtenkompetenz an Schulen

Das Institut für Demoskopie Allensbach startet im Auftrag der Stiftervereinigung der Presse eine Untersuchung zur Nachrichtenvermittlung an Schulen. Ziel ist die Erfassung des aktuellen Stands und die Identifizierung von Verbesserungspotenzial.

8. Juni 2026
Allensbach-Studie untersucht Nachrichtenkompetenz an Schulen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz an deutschen Schulen ist Gegenstand einer neuen, im Herbst 2024 beginnenden Studie. Das Institut für Demoskopie Allensbach führt die Untersuchung im Auftrag der Stiftervereinigung der Presse durch. Die Erhebung soll ermitteln, welche Bedeutung die Vermittlung von Nachrichtenverständnis und Quellenkritik im schulischen Kontext hat und welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler dabei erwerben.

Die Studie befragt Lehrkräfte zu deren Einschätzungen hinsichtlich der Nachrichtenkompetenz-Vermittlung und deren Inhalten. Sie knüpft an eine Erhebung aus dem Jahr 2020 an und ermöglicht so die Nachverfolgung von Veränderungen in den Lehrerbewertungen im Angesicht des sich wandelnden Medienangebots. Erfasst werden zudem das eigene Mediennutzungsverhalten der Lehrkräfte sowie ihr Wissen über das Mediensystem in Deutschland.

Ein neuer Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der Rolle künstlicher Intelligenz (KI) bei der Nachrichtenbeschaffung. Lehrkräfte werden nach ihren Einschätzungen zu Chancen und Risiken der KI-Nutzung gefragt. Untersucht wird auch, inwieweit KI bereits im Unterricht behandelt wird und welche Kompetenzen im Zusammenhang mit KI für die Nachrichtenkompetenz vermittelt werden sollten.

Zusätzlich werden Lehramtsstudierende befragt, um die Wissensstände und Mediennutzung zukünftiger Lehrkräfte mit denen aktuell Unterrichtender vergleichen zu können. Nachrichtenkompetenz gilt als Schlüsselkompetenz für die Teilhabe am demokratischen Prozess, deren Bedeutung mit der fortschreitenden Digitalisierung weiter zunimmt.

Die Ergebnisse der Studie werden im Oktober 2026 erwartet und sollen erstmals auszugsweise auf dem BDZV-Kongress in Berlin präsentiert werden.

Originalquelle: bdzv.de