Allianz Trade analysiert globale Wirtschaftsrisiken und Zukunftsaussichten
Der neueste Bericht von Allianz Trade vom 27. September 2024 befasst sich mit Chinas Stimulusmaßnahmen, Änderungen bei Länder- und Sektorenrisiken, der Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern und dem herausfordernden 'großen Lockerungszyklus' der Zentralbanken.

Allianz Trade hat am 27. September 2024 eine Analyse veröffentlicht, die darauf abzielt, globale Wirtschaftsrisiken zu verdeutlichen und Zukunftsausblicke zu geben.
Der Bericht befasst sich mit vier Schlüsselthemen. Erstens versuchen die chinesischen Behörden, das Wirtschaftsvertrauen vor dem 75. Jahrestag des Landes zu stärken. Obwohl Maßnahmen der Zentralbank und Unterstützung für den Immobiliensektor helfen mögen, sind klare steuerpolitische Maßnahmen erforderlich, um ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten. Die Erreichung des jährlichen Wachstumsziels von fünf Prozent ist möglich, aber Abwärtsrisiken bleiben bestehen.
Zweitens deutet die vierteljährliche Risikoanalyse von Ländern und Sektoren auf eine Normalisierung im Zuge der wirtschaftlichen Erholung hin. Vierzehn Länder haben verbesserte Risikobewertungen erhalten, jedoch schaffen Protektionismus und geopolitische Spannungen weiterhin Unsicherheit. Auf Sektorebene war die Risikoverbesserung begrenzt, und in bestimmten Bereichen wie der Automobilindustrie und dem chinesischen Einzelhandel sind die Risiken sogar gestiegen.
Drittens wird für 2025 eine Erholung der Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern erwartet. Nach einer längeren Verlangsamung stützen mehrere Faktoren, darunter sinkende Finanzierungskosten und eine Rückkehr der Verbraucher zu Gütern anstelle von Dienstleistungen, die prognostizierte Erholung. Technologische Innovationen und nachlassende Lieferketten tragen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei.
Viertens erörtert der Bericht die herausfordernde Aufgabe der Zentralbanken, Wechselkurse, Inflation und Wirtschaftswachstum während des 'großen Lockerungszyklus' auszubalancieren. Die Prioritäten variieren je nach Land, und einige Länder wie die Schweiz und Japan müssen möglicherweise in die Märkte eingreifen, um die Aufwertung ihrer Währungen zu steuern.