📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Professionelle Dienstleistungen

Allianz Trade: EU gerät zunehmend zwischen USA und China

Laut einer Analyse von Allianz Trade gerät die EU aufgrund wachsender Spannungen zunehmend zwischen die USA und China. Dies stellt eine Bedrohung für Belgiens exportabhängige Wirtschaft dar.

15. Juli 2026
Allianz Trade: EU gerät zunehmend zwischen USA und China

EU zwischen USA und China gefangen – Allianz Trade warnt vor Handelsfragmentierung

Die Europäische Union (EU) befindet sich laut einer neuen Analyse von Allianz Trade, einem weltweit führenden Anbieter von Kreditversicherungen, in einer immer schwierigeren Position zwischen den Vereinigten Staaten und China. Der Bericht betont, dass die zunehmenden globalen Spannungen und die Fragmentierung des Welthandels die EU anfällig machen.

Für exportorientierte Volkswirtschaften wie Belgien ergeben sich daraus besondere Risiken. Johan Geeroms, Director Risk Underwriting Benelux bei Allianz Trade, erklärt, dass die nach der US-Wahl erwarteten protektionistischen Maßnahmen die belgischen Exporterlöse erheblich beeinträchtigen könnten. In einem "Quasi-Handelskriegs"-Szenario werden die belgischen Exporterlöse für die Jahre 2025-2026 um 2,6 Milliarden US-Dollar niedriger prognostiziert als bisher. In einem extremen Szenario könnten die Einbußen sogar 8,6 Milliarden US-Dollar betragen, was zu Arbeitsplatzverlusten und größeren Haushaltsdefiziten führen könnte.

Der Bericht kritisiert das Fehlen einer kohärenten Industriepolitik in der EU, die die Anfälligkeit in Schlüsselbereichen wie der Batterieherstellung erhöht, wo chinesische und asiatische Anbieter den Markt dominieren. Eine zu starke Angleichung an die US-Strategie schadet der europäischen Wirtschaft stärker, als sie nützt. Interne Spaltungen und eine zögerliche Haltung gegenüber China könnten die EU zu einem Spielball der Großmächte machen, die eine "Teile und Herrsche"-Taktik verfolgen.

Auch das globale Wachstum des Welthandels ist betroffen. Die erwarteten US-Zölle könnten das nominale Welthandelswachstum im Jahr 2026 um 0,6 Prozentpunkte reduzieren. Sowohl China als auch die EU werden voraussichtlich erhebliche Kosten tragen müssen. Die Exporte dieser Regionen sind im Zeitraum 2025-2026 mit bedrohten Werten von rund 67 Milliarden US-Dollar konfrontiert, insbesondere in den Sektoren Automobil, Transportausrüstung und Metallverarbeitung.

Originalquelle: allianz-trade.com