Allianz Trade: BIP erklärt 61 % des globalen Wachstums bei Sach- und Haftpflichtversicherungsprämien
Eine Analyse von Allianz Trade für 61 Länder im Zeitraum 2000–2019 zeigt, dass das nominale BIP-Wachstum 61 % der globalen Bruttoprämienentwicklung in der Sach- und Haftpflichtversicherung zwischen 2009 und 2019 erklärte.

Wirtschaftswachstum bleibt ein bedeutender Treiber für den Schaden- und Haftpflichtversicherungsmarkt weltweit, so eine neue Analyse von Allianz Trade. Die Studie, die 61 Länder von 2000 bis 2019 abdeckt, ergab, dass das nominale BIP-Wachstum 61 % der globalen Bruttoprämienentwicklung in der Sach- und Haftpflichtversicherung im Jahrzehnt von 2009 bis 2019 ausmachte.
Die Analyse hebt jedoch Unterschiede auf Länderebene hervor. Während die Korrelation zwischen dem BIP und Versicherungsprämien global stark ist, variiert ihre Erklärungskraft in einzelnen Ländern. Die Forschung deutete darauf hin, dass in 30 der analysierten Länder der Einfluss des BIP im ersten Jahrzehnt (2000–2009) stärker war, während er in 31 Ländern im zweiten Jahrzehnt (2009–2019) signifikanter war. Der Reifegrad eines Versicherungsmarktes beeinflusste nicht, wie gut das BIP-Wachstum die Prämienentwicklung erklärte.
Auch die Entwicklung der Kapitalmärkte zeigte eine Korrelation mit dem Prämienwachstum, wenn auch mit einer Zeitverzögerung. Die Entwicklung des Dow Jones Index erklärte 64 % der globalen Prämienentwicklung zwischen 2009 und 2019, während der MSCI World Index 40 % erklärte. In beiden Fällen wurde eine Zeitverzögerung von einem Jahr beobachtet.
Umgekehrt wurde kein einzelner, entscheidender externer Faktor für das Prämienwachstum in den Sparten Kfz- und Sachversicherung identifiziert. Bei der Kfz-Versicherung war die Anzahl der Fahrzeuge in den meisten Fällen kein bester Indikator für das Prämienwachstum. Das Wachstum der Sachversicherungen wurde von der Entwicklung der nationalen Aktienmärkte beeinflusst, jedoch mit geringer Erklärungskraft. Private Konsumausgaben waren im ersten Jahrzehnt der dominierende Faktor, während im zweiten Jahrzehnt kein signifikanter externer Treiber gefunden wurde.
Allianz Trade nutzte Regressionsmodelle mit Fünfjahreszeitreihen, um Entwicklungen über verschiedene Zeiträume und Geschäftsbereiche hinweg zu analysieren. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Wirtschafts- und Kapitalmarktentwicklung für den Versicherungssektor.